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Inhalt archiviert am 2024-05-21
Inhibitors of biofilm damage on mineral materials

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Ein verminderter Einsatz von Bioziden beim Gebäudeschutz

Die Pfleger von zahlreichen europäischen Baustätten des ICOMOS und der UNESCO werden über die aktuellen Nachrichten der Universität Oldenburg äußerst erfreut sein. Diese hat eine neuartige Mixtur für die Erhaltung von Steinen entdeckt, die den Einsatz der gefährlichen Biozide beschränkt.

In Europa gibt es eine große Anzahl an historisch und kulturell bedeutenden Bauwerken aus Stein (z. B. Gebäude, Ausgrabungsstätten usw.). Leider ist dieses großartige Erbe durch Filme von Mikroorganismen gefährdet, die sich auf der Oberfläche dieser Bauwerke ansammeln und häufig irreparable Schäden verursachen. Gegenwärtig werden Biozide zur Zerstörung der Biofilme verwendet. Diese sind jedoch aus ökologischer Sicht nicht gutzuheißen und können sogar die Objekte beschädigen, die sie eigentlich schützen sollen. Die Geomikrobiologen an der Universität Oldenburg untersuchten alternative Methoden zur Beseitigung von Biofilmen und zu deren Vorbeugung. Sie arbeiteten mit sechs anderen Organisationen im Rahmen des BIODAM-Projekts zusammen. Dabei entdeckten sie, dass die Konzentration von Bioziden drastisch reduziert werden kann, wenn sie mit anderen chemischen Verbindungen kombiniert werden. Die von ihnen angefertigte Mixtur beinhaltet Polysaccharid-Inhibitoren, die die Schleimbildung blockieren, und Photosensibilisatoren, die durch die Sonneneinstrahlung aktiviert werden. Pigment-Inhibitoren und Mittel zur Permeabilisierung von Zellen runden das Bild ab. Die Resultate aus Versuchen, die im Verlauf von BIODAM durchgeführt wurden, werden gerade analysiert und weitere Versuche sind für die nahe Zukunft geplant. Umweltschützer, Museumskuratoren und weitere interessierte Parteien können sich an die Universität Oldenburg und/oder deren BIODAM-Partner wenden, um Näheres über diese Entwicklungen zu erfahren.

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