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Schutz europäischer Fassaden vor Biofilmen

Partner des Projekts BIODAM entwickelten eine tragfähige Alternative zu herkömmlichen Verfahren, um gefährliche Mikroorganismen an Fassaden europäischer Kulturdenkmäler zu beseitigen.

Klimawandel und Umwelt

Bauwerke, Statuen und andere Denkmäler sind ein integraler Bestandteil des europäischen Kulturerbes. Um auch kommenden Generationen dieses Erbe zu erhalten, sind spezielle Bemühungen erforderlich. Zu den unmittelbarsten Gefahren zählen Mikroorganismen, die sich in Form von Biofilmen auf Fassadenoberflächen ansiedeln. Über Zersetzungsprozesse kann dieser Biofilm dann die ursprüngliche Steinsubstanz schädigen oder gar zerstören. Unter Leitung von Geomikrobiologen der Universität Oldenburg, Deutschland, entwickelte das Projekt BIODAM schonende Methoden zur Entfernung solcher Biofilme. Nach Abschluss der Laborexperimente wurden die verschiedenen Verfahren in Feldversuchen in Schottland, Deutschland und Spanien getestet. Dabei wurde ein polyphasischer Ansatz gewählt, bestehend aus Bioziden, Konservierungsmitteln, Pigmenten, Polysaccharid-Hemmern und Photoinduzierung im Sonnenlicht. Die Tests umfassten Biofilm- und Klimaparameter. Die Abschlussanalyse ergab, dass durch Kombination nicht-biozider Verfahren erheblich geringere Mengen an toxischen Bioziden eingesetzt werden müssen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Basierend auf diesen viel versprechenden Tests meldeten die Universität Oldenburg und ihre Partner Patentschutz für das BIODAM-Verfahren an.

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