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Inhalt archiviert am 2024-05-24
Methane fluxes in ocean margin sediments: microbiological and geochemical control

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Schätzung der unterseeischen Methangasreserven

Das Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie und seine Partner vom METROL-Projekt haben eine Karte der Methangasvorkommen erstellt, die in den Sedimenten unter der Århusbucht in der Ostsee enthalten sind.

Obwohl Methan ein weitaus stärkeres Treibhausgas als Kohlenstoffdioxid darstellt, erregt es in den meisten Fällen bedeutend weniger Aufmerksamkeit. Dennoch hat die Tatsache, dass am Grund der Ozeane riesige Methanreserven freigesetzt werden, in letzter Zeit erhebliches Interesse hervorgerufen. Glücklicherweise verhindert eine Oxidationsbarriere in der Sulfat-Methan-Übergangszone (SMTZ - Sulphate Methane Transition Zone) die Methanfreisetzung in oberliegende Wassersäulen und somit in die Atmosphäre. Die Mechanismen und die Empfindlichkeit dieser Barriere sind jedoch bisher weitgehend unerforscht. Das Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie (MPI) leitete jetzt die Forschungsarbeiten zur Untersuchung von Unterwassersedimenten, an denen noch acht weitere Forschungsinstitute beteiligt waren. Im Rahmen des METROL-Projekts führten Wissenschaftler auf einem Forschungsschiff bei mehreren Vermessungen in den Arkona- und Bornholmbecken in der Ostsee Datensammlungen durch. Das MPI war in der Lage, Fortschritte in der Modellierung des Methanflusses zu erzielen, indem es gleichzeitig hochauflösende hydroakustische und Wassersäulenmessungen ausführte. Dabei wurde ein linearer Zusammenhang zwischen der Sättigungstiefe von Methan und des vertikalen Methanflusses entdeckt. Das führte zu einer erheblichen Verbesserung bei der Auswertung seismischer Abbildungen von freien Gasen und der Methansättigung in den Sedimenten. Das Ergebnis des Projekts war eine Methanoxidations-Netzkarte für die Århusbucht und deren Umgebung. Die Karte wird Marinegeologen, Mikrobiologen, Klimamodellierern sowie den für das Küstenmanagement zuständigen Behörden zugute kommen, da die Methanreserven die Aufmerksamkeit von Öl- und Gaskonzernen erregt haben. Diese hoffen nun, die Kohlenwasserstoffressourcen erschließen zu können.

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