Berücksichtigung der urbanen Dynamik bei der Berechnung der Verschmutzung von Regenwasser
In der Vergangenheit konzentrierte sich die urbane Regenwasserbewirtschaftung lediglich auf die technischen Aspekte und auf die Optimierung der Möglichkeiten, bestehende technische Probleme zu lösen. Um diesen eingeschränktem Ansatz zu überwinden, gründete sich eine Gruppe von Wissenschaftler, die sich darauf konzentrierten, Erkenntnisse über die technischen, aber auch über die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und historischen Aspekte der Regenwasserbewirtschaftung mit einzubeziehen. Kurz gesagt sollten alle relevanten Prozesse berücksichtigt werden, die in urbanen Regionen ablaufen. Diese Untersuchung der "urbanen Dynamik" des Regenwassers führte zu einer Neubewertung der Literatur zu Entscheidungshilfe-Systemen, die eine integrierte Regenwasserbewirtschaftung empfehlen. Diese Untersuchung wurde innerhalb des DAYWATER-Projekts durchgeführt. Dieses Projekt zielt darauf ab, ein flexibles Entscheidungshilfe-System zu entwickeln, das von Entscheidungsträgern, die im Bereich der Regenwasserbewirtschaftung arbeiten, verwendet werden kann. Es berücksichtigt die langfristige Reduzierung der Wasserverschmutzung, der Desertifikation des Bodens und der Anzahl der Hochwasserereignisse. Der Forschungsbericht enthält eine Übersicht über vorhandene Kenntnisse zu den Entscheidungshilfe-Systemen. Danach wird ein Flussdiagramm dieses Systems dargestellt. Hiermit werden sämtliche Wissenskomponenten erläutert, die von den Projektpartnern beigesteuert wurden, wodurch eine nützliche Übersicht geschaffen wird. Zudem wird der Kenntnisstand, der zu Beginn des DAYWATER-Projekts dargelegt wurde, erweitert, indem eine Analyse der sich vollziehenden "urbanen Dynamik" gegeben wird.