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Algal introductions to european shores

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Algeninvasionen an Schiffsrumpfen

Die Präsenz großer Schiffsflotten in fremden Gewässern birgt viele verschiedene Probleme für die Umwelt, angefangen bei der Umweltverschmutzungskontrolle bis zu zollrechtlichen Anforderungen. Ein vor kurzem von der EU finanziertes Projekt hat eine weitere Quelle ausgemacht, die eine bisher unbeachtete Bedrohung birgt - die Invasion durch am Schiffrumpf transportierte Algen.

Klimawandel und Umwelt

Bei über 200 Millionen im Umkreis von 50km zum Meer lebenden Europäern sind die Meeresressourcen für Handel, Tourismus und Erholung von höchster Bedeutung. So setzte man sich denn auch für das Projekt ALIENS zum Ziel, die 89.000km Küstenlinie von Europa unversehrt und frei von solcher Bedrohung zu halten. Im Rahmen dieses Projekts wurden spezielle Protokolle entwickelt, um mit den an den Schiffsrümpfen transportierten Bedrohungen fertig zu werden. Diese Notwendigkeit ergab sich durch den immer mehr über das Meer abgewickelten Handel und andere Faktoren wie Bioerosion und das zunehmende Risiko von Gentransfer aus nicht heimischen Arten. Das Protokoll soll die Algenarten bestimmen, die am Rumpf der Schiffe sitzen, während sie im Hafen vor Anker liegen. Beim Eintreffen im Hafen nehmen die Behörden informellen Kontakt mit dem Schiffskapitän auf, erklären ihm das Probenprogramm und bitten um Genehmigung für dessen Durchführung. Um so gründlich wie möglich zu sein, sollten Informationen über Schifffahrtsrouten und Verkehr für jeden Tag festgestellt werden. Während weitere Forschung notwendig ist, zielt das Projekt auf die Etablierung dieser Kontrollen als Präventionsmaßnahme gegen Fremdinvasionen. Ein Beispiel dafür gab es in Irland mit Sargassum muticum, einem großen braunen, treibenden Tang, der dort 1987 eingeschleppt wurde.

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