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Basis für Wirtschaftsmodell kohlenstoffarmer Technologien

Von europäischen Forschern wurde ein Wirtschaftsmodell entwickelt, um zu besseren Erkenntnissen zu gelangen, wie Änderungen unter Einbeziehung kohlenstofffreier Technologien die Produktion und das Wachstum beeinflussen.

Energie

Das NEMESIS/ETC-Wirtschaftsmodell, welches im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojekts entwickelt wurde, kam zur Verwendung um nationale und branchenspezifische Entwicklungen zwischen 2005 und 2030 in 15 EU-Ländern sowie in Norwegen zu beschreiben. Dieses Modell machte die größten Herausforderungen deutlich, mit denen die europäischen Entscheidungsträger in den nächsten 25 Jahren konfrontiert werden. Das Basisszenario deutete darauf hin, dass der stärkste Wachstumsmotor der Außenhandel sein wird, da für den EU-Binnenmarkt während des gesamten Zeitraums ein Wachstum von unter 2% erwartet wird. Die schwache Binnennachfrage in der EU wird jedoch durch hohe wirtschaftliche Wachstumsraten in den aufstrebenden Ländern Brasilien, Russland, Indien und China kompensiert werden. Der Schlüssel zur Steigerung des Außenhandels wird in der Fähigkeit der europäischen Länder liegen, Nischenmärkte für ihre Produkte zu schaffen. Dies kann durch die Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Forschung und Entwicklung erreicht werden, insbesondere im Bereich der umweltfreundlichen Energieerzeugung. Aus dem Basisszenario, das während des NEMESIS/ETC-Projekts erstellt wurde, konnte zudem auf einen Rückgang der Bevölkerung und des Arbeitskräfteangebots geschlossen werden. Das Fehlen von qualifizierten Arbeitskräften könnte für die europäische Wirtschaft problematisch sein. Die EU muss sich zudem den Herausforderungen stellen, die mit einer immer älter werdenden Bevölkerung einhergehen. Im Jahre 2030 werden auf eine Person im Alter von über 65 Jahren lediglich zwei Beschäftigte kommen. Zweck des NEMESIS/ETC-Wirtschaftsmodells war die Entwicklung von Szenarien und Strategien zum Angebot und der Nachfrage nach Energietechnologien zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Das Basisszenario des Modells ermöglichte ein besseres Verständnis der Beziehungen zwischen der Wirtschafts-, Energie- und Umweltpolitik und kann bei der Formulierung der zukünftigen Europapolitik hilfreich sein.

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