Abwägen für die Unterstützung des Schienengüterverkehrs
Alle Unternehmen müssen mit der Zeit gehen, das europäische Eisenbahnsystem bildet da keine Ausnahme. Um Maßnahmen für eine nachhaltigere Mobilität in Europa gerecht zu werden, muss der Schienengüterverkehr eine praktikablere Option werden, mir der die Überlastung im Straßenverkehr verringert werden kann. Dabei gibt es aber Hindernisse. Zur Umsetzung neuer Lösungen im trans-europäischen Schienengüterverkehr bedarf es der Unterstützung durch die Wähler und Politiker, da der Schienengüterverkehr und die Logistik-Industrie diesen Weg nicht alleine gehen können. Das Aufkommen im Schienengüterverkehr in Mitteleuropa ist viel größer als in den westeuropäischen Ländern, doch im Lichte einer expandierenden Marktwirtschaft, die die Finanzierung von Autobahnen zu Lasten der Schienenwege begünstigt, hat seine Beliebtheit abgenommen. Das EU-geförderte Reorient-Projekt untersuchte, wie Wandel im europäischen Bahnsystem umgesetzt werden kann. Dafür wurde eine Umfrage durchgeführt, um festzustellen, welche Aspekte die gesellschaftliche Unterstützung für den Schienenverkehr ermöglichen und welche als abschreckend gelten. Wähler und Lokalpolitiker wurden mithilfe eines Fragebogens befragt, der zweimal übersetzt wurde, um sicher zu gehen, dass die Fragen in allen Ländern gleich verstanden wurden. In die Analyse einbezogen wurden Faktoren wie Kriminalprävention und Bildung, Wahrnehmungen von Staus, Unfällen und Lärm sowie Umweltverschmutzung. Die Förderung des Schienengüterverkehrs ist umstritten, da die Bereitstellung der Mittel zu Lasten von anderen sozialen Projekten beispielsweise zu Gesundheit, Umwelt und Bildung geht. Die Unterstützung seitens der Politik und der europäischen Öffentlichkeit ist daher für die Einführung eines nahtlosen Bahnsystems für Europa von wesentlicher Bedeutung.