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INtegrated European Signalling System

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Hightech-Signalanlagen für optimierten europäischen Schienenverkehr

Zugsicherungs-/Zugsteuerungs- und Signalgebungssysteme, die eine größere Sicherheit und bessere Effizienz bieten, sowie Stellwerksysteme werden auf der Grundlage neuer Berichte, bewährter Praktiken und Richtlinien harmonisiert.

Digitale Wirtschaft
Verkehr und Mobilität

In den letzten zwei Jahrzehnten haben die am Schienenverkehr der EU beteiligten Unternehmen eifrig daran gearbeitet, die Signalgebung im Eisenbahnverkehr zu harmonisieren und die grenzübergreifende Interoperabilität im Einklang mit dem Europäischen Eisenbahnverkehrsmanagementsystem (ERTMS) zu fördern. Gemeinsam arbeiteten die wichtigsten Akteure der Eisenbahnbranche an Spezifikationen für neue Stellwerksysteme und der Senkung von Lebenszykluskosten (LCC) bei Signalanlagen. Das EU-finanzierte Projekt INESS (Integrated European signalling system) hatte sich die Aufgabe gestellt, den Bahnbetrieb zu rationalisieren, die Sicherheit zu erhöhen und zur Umsetzung des ERTMS beizutragen. Aufbauend auf den Forschungsergebnissen von EuroInterLocking, einem früheren ähnlichen Projekt, erfasste das Projektteam die Wertschöpfungskette der Stellwerksysteme und definierte ein neues Datenmodell, einschließlich der erforderlichen Anpassungen und Verwendbarkeit. Weiterhin wurden Berichte über ein auf dem Lebenszyklus basierendes Kostenmodell für Stellwerke, marktspezifische Kostentreiber und Kosteneinsparpotenziale im Stellwerk-Lebenszyklus fertiggestellt. Das Team erfasste auch die notwendigen Anforderungen und Schnittstellen, um eine Strategie zur Verifizierung und Validierung einer neuen Generation von Stellwerksystemen zu erarbeiten. Anschließend untersuchte es die mit den Schnittstellen im Zusammenhang stehenden Sicherheitsauflagen und schlug eine von mehreren harmonisierten Strukturen vor, wobei es eine praktikable Strategie zur Umstellung auf das neue System skizzierte. Daraus ergaben sich umfassende Spezifikationen und ein Instrumentarium an Methoden, mit dem der neue INESS-Prototyp für Stellwerksysteme einfach implementiert werden kann. Zu den bedeutendsten Ergebnissen des Projekts gehört die Festlegung der Art und Weise, wie das System eingeführt werden soll. Die neue Strategie basierte auf der Übermittlung relevanter Daten zum Schienenverkehr an Akteure aus der Industrie, um eine spezifische Anwendung für Stellwerke nach der INESS-Methode zu konfigurieren, dem so genannten EUDRI-Modell (European Unified Description of Railway Infrastructure). INESS veröffentlichte auch ein Handbuch zu bewährten Praktiken für den Test von Stellwerksystemen und entwickelte ein Support-Tool auf Basis einer Open-Source-Software, um Kosten- und Zeitaufwand zu reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen. Alle diese wichtigen Initiativen und Bemühungen wurden in rund 100 Berichten dargelegt, die über die Projektwebseite abrufbar sind. Parallel dazu hat der Internationale Eisenbahnverband (UIC) einen abschließenden technischen Bericht zu den Projektergebnissen vorgelegt und damit den Weg zur Harmonisierung von Signalanlagen und Stellwerksystemen geebnet. Damit können europäische Bahnsysteme unter einem effizienten System zusammengeführt werden, das für Bahn- und Reiseverkehr, Tourismus, Handel und Industrie eine sicherere und angenehmere Umgebung schafft.

Schlüsselbegriffe

Signalgebung an Bahnschienen, Stellwerke, Schienenverkehrsmanagement, INESS, Sicherheit

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