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Die Stärken der Menschen

Industrie, Technologie und die Wirtschaft insgesamt hängen zunehmend vom menschlichen Kapital und Wissen ab und nicht so sehr von materiellen Vermögenswerten. Das Verständnis dieser Dynamik kann dazu beitragen, die Wirtschaft auf ganz neuartigen Wegen zu fördern.

Klimawandel und Umwelt

Steigender Wettbewerb und zunehmende Globalisierung üben Druck auf Unternehmen sowie auf die Regionen aus, die von deren Erfolg abhängen. Nötig sind Eigenschaften wie Flexibilität, die Fähigkeit, sich sofort an Marktentwicklungen anzupassen, und Proaktivität, um diese Herausforderungen meistern zu können. Sachvermögen und Ausrüstung, die einfacher als jemals zuvor zugänglich sind, sind schon lange nicht mehr die wichtigsten wirtschaftlichen Triebkräfte. Anstelle dessen werden immer mehr die immateriellen Vermögenswerte an Humankapital und Wissen zu einem hinter der Wirtschaft steckenden richtungweisenden Antrieb. Diese Vermögenswerte sind aus der Perspektive von Wissenschaft, Politik und Unternehmen von zunehmendem Interesse, was insbesondere für deren Auswirkungen auf wirtschaftliche Prozesse gilt. Sie verkörpern die immateriellen Faktoren, die zur Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen beitragen, die für die sie steuernden Einrichtungen oder Individuen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen. Immaterielle Vermögenswerte tragen durch menschliches und organisatorisches Kapital, intellektuelle Werte, Markennamen, etc. zur Produktion und Produktivität innerhalb der Firma bei. Sie leisten durch rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen, das Bildungssystem, Schutz des Eigentums, soziales Kapital und andere Mittel gleichermaßen Beiträge zur Produktion außerhalb des Unternehmens. Das EU-finanzierte Projekt "Intangible assets and regional economic growth" (IAREG) analysiert der Rolle dieser Vermögenswerte beim regionalen Wirtschaftswachstum. Hier konzentriert man sich auf Vermögenswerte, die ohne Weiteres durch statistische Informationen zu belegen sind: Wissenskapital, Humankapital, Sozialkapital und unternehmerisches Kapital. IAREG untersucht deren wichtigste Merkmale und Auswirkungen auf das regionale Wirtschaftswachstum sowie die Gesamteffekte auf den Standort der Firmen. Das Projekt entwickelt zur Erreichung seiner Ziele neue Indikatoren, die eine bessere Bewertung immaterieller Vermögenswerte gestatten. Es ist zu identifizieren, wie Wissen gewonnen und verteilt wird, wobei man sich auf die Rolle immaterieller Vermögenswerte in diesem Prozess konzentriert. IAREG analysiert außerdem die Rolle, die Wissen, menschliches, soziales und unternehmerisches Kapital im Zusammenhang mit regionalem Wirtschaftswachstum und Produktivität einnehmen. Zu prüfen, wie diese Aktiva die Wahl des Standorts eines Unternehmens beeinflussen, bildet gleichermaßen einen wichtigen Teil der Aufgaben des Projekts. Eine andere wichtige Aufgabe ist zu betrachten, auf welche Weise externe Faktoren immaterielle Vermögenswerte erzeugen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beeinflussen. So wird IAREG dazu beitragen, politische Leitlinien für öffentliche Administrationen zu gewinnen. Letztlich werden die Projektergebnisse den politischen Entscheidungsträgern auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene mitgeteilt werden. Innerhalb der EU-Strategie für 2020 werden die IAREG-Projektergebnisse von Nutzen sein, indem Bildung und Ausbildung zur Steigerung der Produktivität verbessert werden und solides Wissen zum Wachstum generiert wird. Den Resultaten wohnt das Potenzial inne, Menschen in integrativen Gesellschaften zu befähigen, das Konzept der Flexibilität für Arbeitnehmer und Arbeitgeber voranzubringen. Aus IAREG kann eine neue Industriepolitik in Europa erwachsen, und zwar eine Politik, die Innovationsfähigkeit, Fertigkeiten und Unternehmertum betont, indem die Macht der Menschen in den Mittelpunkt der Gleichung gestellt wird.

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