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Inhalt archiviert am 2024-05-29
Optimised and novel oncolytic adenoviruses and pox viruses in the treatment of cancer: Virotherapy combined with molecular chemotherapy

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Genetisch veränderte Viren zur Bekämpfung von Krebszellen

Europäische Forschungslabore bündeln ihre Bemühungen und entwickeln Viren, die sich gezielt zur Bekämpfung von Krebszellen einsetzen lassen.

Krebs gehört weltweit zu den Erkrankungen mit der höchsten Mortalität, sodass derzeitige Projekte innovative Behandlungsmethoden wie die Virotherapie (genetische Veränderung von Viren zu therapeutischen Zwecken) ins Auge fassen, die sich den natürlichen Lebenszyklus des Virus zunutze machen, um Krebszellen abzutöten. Onkolytische Viren haben die Fähigkeit, Krebszellen zu infizieren und zerstören. Durch Modifizierung seines Tropismus kann die Oberfläche des Virus so verändert werden, dass es gezielt an Krebszellen bindet, oder sich das virale Genom nur in Tumorzellen replizieren kann. Viren können auf diese Weise auch Gene exprimieren, die Krebszellen eliminieren oder eine körperliche Immunreaktion gegen den Tumor auslösen. Obwohl die Machbarkeit von Virotherapien in klinischen Studien durchaus bewiesen wurde, ist die therapeutische Effizienz noch unbefriedigend. Ein synergistischer Effekt lässt sich durch eine Kombination von Chemotherapie und Bestrahlung erzielen. Um die Heilungschanchen bei Krebs signifikant zu verbessern, müssen onkolytische Virotherapien allerdings noch in technologischer Hinsicht weiterentwickelt werden. Das EU-finanzierte Projekt THERADPOX (Optimised and novel oncolytic adenoviruses and pox viruses in the treatment of cancer: Virotherapy combined with molecular chemotherapy) veränderte Pockenviren und Adenoviren für Therapien gegen Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Eierstockkrebs. THERADPOX generierte Pockenviren und Adenoviren, die die Sensitivität von Krebszellen gegenüber Chemotherapien erhöhen und bestätigte ihre gesundheitliche Sicherheit in spezifischen Krebszelllinien und in Tumormodellen an Tieren. Die onkolytischen Viren zeigten eine verbesserte Tumorspezifität und therapeutische Effizienz bei reduzierten systemischen Nebenwirkungen. Die multidisziplinäre Expertise der Partner lieferte neue Erkenntnisse, die zur Entwicklung sicherer und effizienterer Krebstherapien genutzt werden können.

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