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Advanced Training for Women in Scientific Research

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Wissenschaftlerinnen am Ball halten

Durch einen vielfältigen didaktischen Ansatz förderte eine EU-finanzierte Initiative die Beteiligung von Frauen in Wissenschaft und Forschung. Die Projektergebnisse kamen jungen Forscherinnen zugute und boten ein Modell für die Umsetzung in einschlägigen Organisationen.

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Zwischen den Laufbahnen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen gibt es große Unterschiede - viele Frauen verlassen ihre Berufe, bevor sie ihr ursprüngliches Ziel erreicht haben. Diese Verslustrate in wissenschaftlichen Laufbahnen wird als "leaky pipeline" bezeichnet und lässt sich am besten verstehen, wenn man berücksichtigt, dass Frauen länger brauchen, um eine akademische Position zu erreichen. Das Projekt Advance ("Advanced training for women in scientific research") befasste sich mit der Frage der Geschlechtergleichstellung in Wissenschaft und Forschung mit dem Ziel, beim "Stopfen" dieser durchlässigen Pipeline zu helfen. Die Projektpartner wollten dies erreichen, indem Wissenschaftlerinnen beim Erwerb von Fähigkeiten für das Forschungs- und Karrieremanagement und bei der Nutzung von Tools für die Karriereentwicklung unterstützt werden. An dem Projekt nahmen sechs europäische Hochschulen teil, die großen Wert auf die berufliche Weiterbildung und auf Mentoring- und Coachingmaßnahmen legen. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Verbesserung und Förderung der Vernetzung unter den angesprochenen Forscherinnen, die in der Promotions- oder der Postdoc-Phase eines naturwissenschaftlichen oder technologischen Fachs waren. Zu dem umfassenden didaktischen Konzept gehörten Vorlesungen, Gruppendiskussionen, der Aufbau einzelner Mentoring-Beziehungen sowie Möglichkeiten für Einzel- oder Gruppencoaching. Advance konnte geschlechterbezogene und karriereorientierte Unterstützung bieten, positive Programmergebnisse erarbeiten und hatte eine fördernde Wirkung auf die Teilnehmerinnen. Das Programm erwies sich für die beteiligten Hochschulen von Vorteil, ebenso wie für erfahrene Forscher, die die Möglichkeit erhielten, sich als Mentoren einzubringen. Die Projektaktivitäten erhöhten das Bewusstsein für die Probleme von Wissenschaftlerinnen sowie für die Notwendigkeit, bessere Strukturen für die Karriereförderung in unterschiedlichen Phasen der Laufbahn umzusetzen. Die Erfolge des Projekts gehen über die direkten Auswirkungen für die Zielgruppe hinaus: Verschiedene beteiligte Hochschulen wollen in naher Zukunft ähnliche Programme an ihren Institutionen einführen. Advance stellte anderen interessierten Akteuren alle Ressourcen kostenlos zur Verfügung und sorgt damit für langfristige Effekte und Vorteile jenseits des unmittelbaren Projektrahmens.

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29 September 2021