Politikgestaltung durch Einkommensanalysen verbessern
Das Projekt "Accurate income measurement for the assessment of public policies" (AIM-AP) arbeitete an der Optimierung der Einkommensmessung, um die Vergleichbarkeit und den Betrachtungsumfang zu verbessern. Dieser Ansatz sollte eine bessere Analyse der politischen Richtlinien in Bezug auf soziale Inklusion, Ungleichheit und Armut ermöglichen, um diese letztendlich anzupassen. Die Projektpartner konzentrierten sich auf die Abgabe von Schätzungen zu Verteilungseffekten im Hinblick auf kalkulatorische Mieten, das öffentliche Bildungssystem und das öffentliche Gesundheitswesen als zahlungsunwirksame Ertragskomponenten. Daher hat AIM-AP die folgenden drei Unterprojekte eingeschlossen. Das erste konzentrierte sich auf Verteilungseffekte von zahlungsunwirksamen Erträgen und die Umsetzung einer umfassenderen Einkommensdefinition, untersuchte die Verteilungseffekte auf das öffentliche Bildungssystem, das öffentliche Gesundheitswesen, kalkulatorische Mieten für selbst genutztes Wohneigentum und sozialen Wohnungsbau, sowie Inlandserzeugung und vom Arbeitgeber bereitgestellte Sozialleistungen. Das zweite Projekt verwendete eine Reihe nationaler Fallstudien, um zu untersuchen, wie sich Steuerhinterziehung, Fehler bei der Zuteilung von Sozialleistungen und Bemessungsfehler auf Daten zur Einkommensverteilung auswirken. Im dritten Projekt konzentrierten sich die Forscher darauf, wie sich die Aufnahme indirekter Steuern, zusammen mit direkten Steuern und Sozialleistungen, auf die Wiederverteilungsanalyse auswirkt. Die Projekte sollten den Vergleich von Messungen und die Analyse in einer Reihe von EU-Ländern verbessern. Einige der generierten Daten sowie die Methodenverbesserungen wurden durch das EU-Steuer-/Leistungssystem EUROMOD zugänglich gemacht. Eins der Resultate des Projekts war, dass die zahlungsunwirksamen Erträge im Vergleich mit den Bareinkommen viel gleichmäßiger verteilt sind. Daher führt ihre Aufnahme in das Ressourcenkonzept zu niedrigeren gemessenen Ebenen der Ungleichheit und relativen Armut. So könnten sich die Verteilungseffekte verschiedener politischer Simulationen ändern, wenn man die zahlungsunwirksamen Ertragskomponenten berücksichtigt. Andere Erkenntnisse deuten auf die Notwendigkeit von Einkommenserhebungen hin, um detailliertere Informationen in Bezug auf kalkulatorische Mieten, das öffentliche Bildungssystem und die Transfers im öffentlichen Gesundheitswesen zu berücksichtigen. Ein Beispiel hierfür sind Sozialleistungen und Inlandserzeugung von Gütern und Dienstleistungen. Diese stellen kurzfristige Anlagen als Einkommenskomponenten dar und können relativ leicht ausgemacht werden. Dies würde einen Vergleich zwischen den "alten" EU-Mitgliedstaaten mit einer vollständig kommerzialisierten Landwirtschaft und den "neuen" Mitgliedstaaten, die sich oft durch einen hohen Verbrauch der Eigenproduktion auszeichnen, ermöglichen. AIM-AP betonte zudem den Bedarf an weiteren Forschungsarbeiten im Hinblick auf die angemessene Verwendung von Äquivalenzkriterien, besonders angesichts öffentlicher Dienste und der langfristigen Verteilungseffekte zahlungsunwirksamer Erträge.