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Advanced Protection Systems (APROSYS)

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 506503

  • Startdatum

    1 April 2004

  • Enddatum

    31 März 2009

Finanziert unter:

FP6-SUSTDEV

  • Gesamtbudget:

    € 29 962 960

  • EU-Beitrag

    € 18 000 000

Koordiniert durch:

NEDERLANDSE ORGANISATIE VOOR TOEGEPAST NATUURWETENSCHAPPELIJK ONDERZOEK - TNO

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Den Aufprall mindern

Obwohl die Zahl der Verkehrsopfer in den letzten 20 Jahren aufgrund von neuen Technologien und Gesetzesmaßnahmen drastisch zurückgegangen ist, haben alleine im Jahr 2008 fast 39.000 Menschen ihr Leben durch einen Verkehrsunfall verloren. Ein EU-finanziertes Projekt leistete zahlreiche bedeutende Beiträge zur Minderung der Opferzahlen auf europäischen Straßen. Dies hat auch potenzielle wirtschaftliche Folgen, denn Sicherheit ist für die meisten Kunden ein gutes Verkaufsargument.

Klimawandel und Umwelt
© Thinkstock

Die Europäische Kommission hat zur Verbesserung der Statistik ehrgeizige Sicherheitsziele beschlossen. Das Projekt "Advanced protection systems" (Aprosys) wurde entwickelt, um die Sicherheitssysteme zu verbessern. Dabei konzentrierte man sich vor allem auf passive Systeme, da diese sich als wichtigstes und effektivstes Mittel zur Minderung der Belastung auf den menschlichen Körper während eines Unfalls erwiesen haben. Die Teammitglieder erweiterten dies auf aktive Strategien, sogenannte intelligente Systeme, die Pre-Crash-Informationen verwenden. Diese reagieren in Unfallsituationen so, dass die Insassen noch besser vor Verletzung und Tod geschützt werden. Die Kombination aus passiven und aktiven Sicherheitsmechanismen ist als integrierte Sicherheit bekannt. Die umfassende Untersuchung beinhaltete die Bewertung von Pkw-, Lkw-, Fußgänger-, Fahrrad- und Motorradunfällen sowie Kombinationen aus diesen. Die Forscher entwickelten neue Modelle für biomechanische Belastungen, inklusive Pre-Crash-Modelle des menschlichen Körpers, Auswirkungen von Alter und Geschlecht sowie neu verfügbaren Gehirndaten. Die Untersuchungen führten zur Entwicklung eines neuen, kleinen weiblichen Crashtestdummy nach internationalem Standard, genannt WorldSID 5th, mit dem der Seitenaufprall getestet werden sollte. Das Aprosys-Team entwickelte ein intelligentes (adaptives) System, das einen unmittelbar bevorstehenden Seitenaufprall erkennt und daraufhin die Karosseriestruktur verändert, um den Aufprall zu verlangsamen und die Aufpralltiefe zu minimieren. Zusätzlich entwickelten die Forscher ein Verfahren zur Effizienz- und Effektivitätsprüfung von adaptiven Systemen. Hiermit hatte sich zuvor noch niemand befasst, obwohl integrierte Sicherheitssysteme bereits weitgehend anerkannt sind. Die Wissenschaftler entwickelten Richtlinien zur Erweiterung der virtuellen Prüfung in der Fahrzeugsicherheit – von der Konstruktionsphase bis zum regulatorischen Umfeld. Des Weiteren entwickelten Sie einen Frontalaufpralltest auf ganzer Breite zur Ergänzung des bestehenden Test mit teilweiser Überschneidung. Schließlich entwickelten Sie neue Schutzsysteme für gefährdete Verkehrsteilnehmer, wie eine Erweiterung für den Überrollbügel für Lkws und einen Airbag für die Windschutzscheibe zum Schutz der Fußgänger. Das Projekt Aprosys leistete viele bedeutende Beiträge zur modernen integrierten Verkehrssicherheit. Da Sicherheit ein erwiesenes Verkaufsargument ist, hat eine gesteigerte Sicherheit das Potenzial, die Wirtschaft zu fördern. Die positive Auswirkung auf die Opferzahlen wird nicht lange auf sich warten lassen.

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 506503

  • Startdatum

    1 April 2004

  • Enddatum

    31 März 2009

Finanziert unter:

FP6-SUSTDEV

  • Gesamtbudget:

    € 29 962 960

  • EU-Beitrag

    € 18 000 000

Koordiniert durch:

NEDERLANDSE ORGANISATIE VOOR TOEGEPAST NATUURWETENSCHAPPELIJK ONDERZOEK - TNO