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Inhalt archiviert am 2024-06-25
A new approach for developing a less immunosuppressive tuberculosis vaccine

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Verbesserte Tuberkulose-Impfung

Mehr als 2 Millionen Tuberkulose-Tote pro Jahr machen die Entwicklung neuartiger Schutzimpfstoffe erforderlich. Führende Wissenschaftler in Europa schlossen sich zusammen, um Probleme bezüglich der Wirksamkeit vorhandener Impfstoffe zu beseitigen.

Die derzeitige vorbeugende Impfung gegen Tuberkulose besteht aus dem Impfstoff Bacillus Calmette-Guérin (BCG), welcher aus einem abgeschwächten Rindertuberkelbazillus gewonnen wird, dem Mycobacterium bovis. Der Schutz der Impfung hält jedoch nur 15 Jahre und ist bestenfalls zu 80 % wirksam. Dies liegt daran, dass die Impfung neben ihrer schützenden Immunität auch noch eine Immunsuppression bewirkt. Durch die Forschung weiß man, dass zwei mykobakterielle Glycolipide - Lipoarabinomannan (LAM) und phenolische Glycolipide (PGL) - für die Immunsuppression und vor allem für deren Mannose-Cap eine große Rolle spielen. Durch die Forschung weiß man, dass zwei mykobakterielle Glycolipide - Lipoarabinomannan (LAM) und phenolische Glycolipide (PGL) - für die Immunsuppression und vor allem für deren Mannose-Cap eine große Rolle spielen.Durch die Anwendung einer Reihe von Versuchsverfahren konnten die Projektpartner die Struktur der Glycolipide bestimmen und zwei Gene entdecken (capA und capB), die bei der Biosynthese des Glycolipid-Cap mitwirken. BCG-Mutanten, die ein oder beide Gene nicht aufwiesen, wurden in vitro und in vivo charakterisiert. Man stellte fest, dass Mannose-Caps die Interaktion zwischen Mykobakterien und dentritischen Zellen nicht dominieren. Trotzdem setzen Cap-Mutanten im Vergleich zu Wildtypen-BCG mehr Zytokine frei, was darauf schließen lässt, dass die Mannose-Caps eine leichte immunsuppressive Funktion haben. Die Wissenschaftler des Projekts Immunovactb untersuchten eine weitere strukturell verwandte Gruppe der mykobakteriellen Glycolipide, die Phosphatidylinositolmannoside (PIM). Man stellte fest, dass diese an dendritischen Zellen (DC-SIGN) mit mykobakterienspezifischen Rezeptoren interagierten, aber wie schon bei den Cap-Genen beobachtet, bewirkte die genetische Wegnahme der Phosphatidylinositolmannoside keine Änderung bei der Interaktion mit den Immunzellen. Es wurde außerdem ein dritter DC-SIGN-Ligand entdeckt, kapsuläres alpha-Glucan, welcher immunmodulatorische Eigenschaften aufweist. Das Projekt Immunovactb lieferte wertvolle Einblicke in die Rolle der mykobakteriellen Glycolipide bei der Immunsuppression. Die Manipulation der Glycolipid-Expression soll einer Verbesserung der heutigen M.bovis BCG-Impfung dienen und die Schutzwirkung gegen Tuberkulose verstärken.

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