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Deficit irrigation for Mediterranean agricultural systems

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Defizitbewässerung profitabel machen

Bei der Defizitbewässerung wird die Ernte nur dann bewässert, wenn Dürre droht. Ein EU-finanziertes Projekt beschäftigte sich mit der Anwendung dieser Bewässerungsform im Mittelmeerraum.

Klimawandel und Umwelt

Um die Defizitbewässerung richtig anwenden zu können, ist es wesentlich, zu verstehen, wie Wasser die Ernteerträge beeinflusst und welche wirtschaftlichen Auswirkungen geringere Ernteerträge haben. In Regionen, in denen die Wasserressourcen beschränkt sind, ist es für den Landwirt manchmal profitabler, die Wasserproduktivität zu erhöhen anstatt den Ernteertrag pro Fläche. Ein multidisziplinäres Konsortium arbeitete im Rahmen des Projekts "Deficit irrigation for Mediterranean agricultural systems' (DIMAS) an der Bewertung des Defizitbewässerungskonzepts zur Reduzierung der Bewässerung bei gleichbleibenden Gewinnen für die Landwirte. Die Projektbeteiligten erstellten erfolgreich ein Simulationsmodell. Dazu wurden Feldversuche durchgeführt und das Verhalten der bewässerten Hauptkulturen im Mittelmeerraum unter verschiedenen Trockenstressbedingungen untersucht. Zu den untersuchten Kulturen gehörten Weizen, Sonnenblumen, Baumwolle, Oliven, Pistazien und Zitrusfrüchte. Das Modell basierte auf Richtlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Im Rahmen des DIMAS-Projekts wurde auch ein umfangreiches Paket an Defizitbewässerungsmethoden und Nachhaltigkeitsempfehlungen für ihre Anwendung entwickelt. Dabei wurden auch physikalische, sozioökonomische und kulturelle Faktoren berücksichtigt. Durch die Vereinigung des Simulationsmodells mit Modellen zur wirtschaftlichen Optimierung wurden die Bedingungen für den Einsatz der Defizitbewässerung in bestimmten Gebieten geschaffen. Nach der Anwendung der Defizitbewässerung in verschiedenen landwirtschaftlichen Systemen werden Landwirtschaftsverbände und Bewässerungsunternehmen ihre Einschätzung abgeben. Die Ergebnisse dieser umfangreichen Studie sollten zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den verfügbaren Wasserressourcen führen. Diese Verbesserung wird ohne Zweifel auch einen Rückgang der Umweltprobleme zur Folge haben. Durch vermehrten Einsatz der Defizitbewässerung wird die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft im Mittelmeerraum gefördert.

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