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Modular urban guided rail systems

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Eine neue Ära für den schienengebundenen Stadtverkehr

Schlüsselakteure der Stadtbahnindustrie skizzierten und testeten gemeinsam die besten Technologien für einen effizienteren Stadtbahnverkehr.

Klimawandel und Umwelt

Der schienengebundene Stadtverkehr gilt als energieeffizientes Verkehrsmittel, welches die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der durchfahrenen Gebiete fördert. Für die Optimierung der Systeme sind jedoch noch einige Bemühungen erforderlich. Das EU-finanzierte Projekt "Modular urban guided rail systems" (Modurban) richtete sich an die Hauptzulieferer der Schienenfahrzeugindustrie von Bordsystemen, streckeninstallierten Systemen, Kommunikationssystemen, Energiesparsystemen und Fahrgast-/Zugangssystemen. Aus diesem Grund taten sich verschiedene bekannte europäische Unternehmen mit Bahnbetreibern zusammen, um wichtige Probleme, wie die Interoperabilität bei Städtesystemen, insbesondere die technische Kompatibilität von bestehenden Linien mit Netzerweiterungen, anzugehen. Das Projekt befasste sich außerdem mit intelligenten Bordsystemen, die eine einfachere Zugbewegung und Kostenverringerungen durch bewährte Methoden versprechen. Modurban erstellte ein Lastenheft, das die Führung, Leitung und das Betriebsleitsystem bei Anwendungen im schienengebundenen Stadtverkehr beinhaltet. Dabei befasste man sich mit Netzwerken von manuell gesteuerten Zügen bis hin zum vollautomatisierten fahrerlosen Betrieb. Dies bedeutet konkret, dass das Lastenheft die Automatisierungsstufen, Interoperabilität, Regeln für Betriebsstörungen, Systemleistung und Sicherheitsfragen abdeckt. Dieses Handbuch beinhaltet eine Reihe innovativer umfassender Anforderungen, die durch die Hauptakteure auf diesem Gebiet formuliert wurden. Ein bedeutender Projekterfolg bestand außerdem in der Entwicklung eines gemeinsamen fehlertoleranten Datenkommunikationssystems, welches für das Zugsteuerungssystem transparent ist. Die Bestimmung des Konzepts "Intelligentes Fahren", welches Divergenzen der Zugparameter ausgleicht, die im Laufe der Zeit entstehen, wie beispielsweise Bremsenabweichungen, Beförderung und Reaktionszeiten, war ein weiterer Erfolg des Projekts. Zusätzlich bestimmte und verglich Modurban Fahrgastinformationssysteme in der EU und skizzierte dabei Regelungen in den Mitgliedstaaten im Hinblick auf die Videoüberwachung. Schließlich erstellte und bestätigte das Projektteam Energiesparmodelle wie die Entwicklung eines leichten Haltebügelprototyps. Viele dieser Technologien und Fortschritte wurden 2008 in Madrid getestet, wodurch ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Stadtverkehrs der nächsten Generation erreicht wurde.

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