Der Industrie beim Aufräumen helfen
Angesicht der Annäherung der westlichen Balkanstaaten an die EU müssen Länder wie Albanien sowie Bosnien und Herzegowina die Situation ihrer Abfallwirtschaft verbessern, insbesondere in Bezug auf die Industrie. Mit dem EU-geförderten Projekt Inswam ("Integrated industrial solid waste management in Albania and Bosnia-Herzegovina") sollte Interessengruppen wie Politikern und Forschern geholfen werden, integrierte Managementlösungen für industrielle Abfälle zu fördern. Das Projektteam analysierte spezifische Fallstudien aus unterschiedlichen Branchen wie Bergbau, Metallurgie, Chemie und Bau und betrachtete die Abfallwirtschaft in den einzelnen Ländern. Danach entwickelte es im Einklang mit der EU-Richtlinie über die integrierte Prävention und Bekämpfung von Umweltverschmutzung (IVU-Richtlinie) Managementkriterien, zum Beispiel die besten verfügbaren Techniken (BVT). Im weiteren Verlauf von Inswam wurden Industrieabfälle, Toxizität, gefährliche Verbindungen und Säureerzeugung kategorisiert und bei den Interessengruppen wurde für Konzepte von Life-Cycle-Assessment und Risikoanalyse geworben. Alle in dem Projekt formulierten Empfehlungen und Kriterien wurden dann im Rahmen ausgewählter Fallstudien setzen in die Praxis umgesetzt, um bestimmte Sektoren auf den neusten Stand zu bringen. Das Projektteam verglich auch die in den beiden Ländern bestehenden Regelungen mit denen der EU, um bestehende Lücken durch Wissensaustausch, Workshops und andere Initiativen zu überbrücken. Besonders wichtig waren die durch Inswam eingeführten Richtlinien, um die europäische Umweltpolitik auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung in die Gesetzgebung dieser Länder zu integrieren. Dadurch werden dort, wo es am meisten benötigt wird, die Umweltauswirkungen der Industrie minimiert und die Vision einer nachhaltigen Entwicklung gefördert.