Weitere Forschungserfolge zum akuten respiratorischen Syndrom
2003 wurde Asien von der SARS-Epidemie (schweres respiratorisches Syndrom) schwer getroffen, vor allem für das Krankenhauspersonal war das Ansteckungsrisiko hoch. SARS-Epidemien können jederzeit und überall ausbrechen. Benötigt werden daher Impfstoffe, antivirale Therapien und diagnostische Schnelltests, bevor es zum Ernstfall kommt. Dies war Aufgabe des EU-finanzierten Projekts DISSECT (Development of intervention strategies against SARS in a European-Chinese taskforce). Das interdisziplinäre Projekt befasste sich mit Immuntherapien, Impfstoffen und antiviralen Medikamenten im Kampf gegen SARS sowie neuen Schnelltests zur Frühdiagnose. Anhand dieser Tests kann auch geklärt werden, ob bereits eine Infektion vorlag oder lediglich geimpft wurde. DISSECT untersuchte klassische Impfstoffe, z.B. inaktivierte Viren, Subunit-Impfstoffe und modernste rekombinante Impfstoffe sowie therapeutische Strategien, u.a. spezifische antivirale und monoklonale Antikörper. Für die Entwicklung der Tests arbeiteten moderne europäische Forschungslabore mit spezialisierten Hightech-Laboren in China zusammen. Das Fachwissen der chinesischen Forscher zur Evolution des SARS-Virus wurde durch europäische Expertise in den Bereichen Koranavirenpathologie, Molekularbiologie und Immunologie ergänzt, was in effizienten Strategien zur Bekämpfung der Grippeviren mündete. Insgesamt entwickelte das Team Impfstoffe aus inaktivierten Viren, mehrere antivirale Medikamente, neue Immunstrategien, rekombinante Impfstoffe (aus attenuierten lebenden Viren) sowie Mikroarraysysteme zur Frühdiagnostik. Dank dieser Bemühungen sind die Behörden besser vorbereitet, wenn das SARS-Virus erneut auftritt.