China und die EU kollaborieren beim Küstenzonenmanagement
Das Projekt "Sustainable options for people, catchment and aquatic resources" (SPEAR) untersuchte zwei Küstensysteme – eines in einem ländlichen Gebiet, das andere in einem chinesischen Industriegebiet. Sanggou Bay ist Teil einer ländlichen Wasserscheide, wohingegen Huangdun Bay in einem industrialisierten Gebiet südlich von Shanghai liegt. Mit Hilfe einer großangelegten Züchtung von Seegras, Meeresfrüchten und Finnwalen versorgten beide Systeme Siedlungen, die von Meeresressourcen abhängig waren. SPEAR entwickelte und testete ein integriertes System zur Auswertung der Struktur des Küstengebiets und seiner Dynamik. Hierbei wurden auch für Wasserscheiden typische Wechselwirkungen, ökologische Strukturen und menschliche Einflüsse berücksichtigt. Die Initiative wählte einen interdisziplinären Ansatz, der Natur- und Sozialwissenschaften verbindet, um die auftretenden komplexen Schwierigkeiten im integrierten Management zu beheben und eine Lösung zu finden, mit der in Konflikt stehende ökologische und sozioökonomische Ansprüche unter einen Hut gebracht werden können.Die Forscher nutzten lokale und regionale Daten, fortlaufende chinesische Feldprogramme und Satellitenbilder. Sie im Labor und in der Praxis tätig. Wissenschaftler untersuchten die Auswirkung der Nutzung des Wassereinzugsgebietes auf das Küstengebiet und konzentrierten sich hierbei speziell auf Nährstoffe, organisches Material und Sedimentflüsse. Man entwickelte Komponentenmodelle, die den Umwelteinfluss der Gewässerbewirtschaftung speziell durch menschliche Eingriffen aufzeigen, wie die Ausbeutung von Ressourcen, Managementpraktiken im Wassereinzugsgebiet und Abwasserentsorgung. Dank der integrierten Modellierung konnten wirtschaftliche Anreize für Gesellschaftsfragen wie den Raubbau mit umweltfreundlichen Modellen kombiniert werden, wodurch es möglich wurde, drei verschiedene Managementszenarien realistisch zu testen. Besonders interessierten sich die Wissenschaftler für die Frage, wie das Züchten verschiedenster Tierarten der Nachhaltigkeit förderlich sein kann. Die Projektteilnehmer stellten ein Buch zusammen, in dem ihre Arbeit beschrieben und erläutert wird, inwiefern diese Arbeit Managern, Wissenschaftlern und der Allgemeinheit dienlich sein kann. Das Buch umfasst sieben Kapitel, die sich auf die Themen Fernerkundung, Systemumfang, Modellierung von Ökosystemen und Abfallsimulationstechniken konzentrieren. Die Arbeit des SPEAR-Konsortiums hat die Lebensqualität der Bewohner verbessert, indem sie in Konflikt stehende soziale und ökologische Bedürfnisse löste und eine nachhaltige Verwendung der Wasserressourcen demonstrierte.