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Facility for Antiproton and Ion Research

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Die Beschleunigung der Teilchenphysik-Forschung

Wissenschaftler gründeten die für die Leitung eines geplanten Teilchenbeschleunigerkomplexes in Deutschland verantwortliche Gesellschaft. Als eine der größten geplanten EU-Infrastrukturen wird die Einrichtung die Spitzenforschung vorantreiben.

Energie

Das FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) ist ein geplanter Teilchenbeschleunigerkomplex. Es wird ein integriertes System sein, das hochenergetische Ionenstrahlen aller stabiler und instabiler Elemente mit bisher unerreichter Qualität und hoher Intensität bieten kann. Zusätzlich zur Förderung der Spitzenforschung in verschiedensten Bereichen der Physik, werden Anwendungen wie die radiologische Risikobewertung für bemannte Raumfahrten und neue Energieherstellungsstrategien ebenfalls auf dem Forschungsplan stehen. Als größte Forschungseinrichtung auf dem ESFRI-Fahrplan (European Strategy Forum for Research Infrastructures) 2008, die sich vor ihrer Umsetzungsphase befindet, stellt das FAIR ein wahrlich wegbereitendes Unterfangen dar. Das EU-finanzierte Projekt "Facility for antiproton and ion research" (FAIR) beschäftigte sich mit der Vorbereitungsphase des FAIR-Baus. Die Aufgabengebiete umfassten keine technischen Arbeiten. Stattdessen beschäftigte sich das Projekt mit den strategischen, rechtlichen und finanziellen Aspekten, sowie mit der Leitung, Verwaltung und Koordination der Forschung und des Beschleunigerbaus. An dem Projekt waren 11 Ministerien/Leistungsträger und 14 Forschungsinstitute gemeinsam beteiligt. Mit EU-Finanzmitteln konnte das Konsortium rasch ein internationales Projektteam zusammenstellen, dessen Arbeit zur Gründung der FAIR GmbH und zur Unterzeichnung des FAIR Final Act (der FAIR Schlussakte) sowie der FAIR Convention, also des Regierungsvertrags, führte. Zu den wichtigen Tätigkeiten im Rahmen der Anlaufphase der FAIR GmbH gehörten die Entwicklung der Vertragsverwaltung für die Gesellschaft sowie die Formulierung eines Geschäftbesorgungsvertrags mit der Gastgebereinrichtung GSI (Helmholtzzentrum Für Schwerionenforschung GmbH). Zusätzlich entwickelte man Finanzverwaltungsprotokolle sowie Projektverwaltungsprotokolle, ebenso wie ein System zur Koordination der Forschung und der Beschleunigerversuche. Mit bedeutender finanzieller EU-Unterstützung konnte das Projekt FAIR die organisatorischen, verwaltungstechnischen, strategischen und Leitungsgrundlagen legen, die für die Umsetzung des Teilchenbeschleunigerforschungskomplexes des FAIR notwendig sind. Der koordinierte Zugang zu den hochmodernen Einrichtungen wird sich zweifelsohne drastisch auf das Verständnis über die Teilchenphysik und auf ihre Anwendungsgebiete auswirken.

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