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Smart Transport Applications Designed for large events with Impacts on Urban Mobility

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Das geht noch besser: Verkehrsmanagement bei Veranstaltungen

Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele oder die Fußballweltmeisterschaft stellen gewaltige Herausforderungen an den Verkehr in der ausrichtenden Stadt dar. Forscherinnen und Forscher haben kürzlich mehrere technologische Lösungen für diese Probleme unter die Lupe genommen.

Industrielle Technologien

Der Verkehrsbereich ist schon im normalen Alltag ein komplexer und äußerst wichtiger Teil der Infrastruktur einer Stadt. Als Gastgeber wichtiger Sportereignisse sollte man diese Aufgabe nicht unterschätzen. Diese kann bis zu etwa 20 % des Budgets des lokalen Organisationskomitees (local organising committee, LOC) verschlingen und erfordert massive Organisationsanstrengungen in kurzer Zeit. Um Herausforderungen dieser Art zu meistern, wurde das EU-finanzierte Projekt "Smart transport applications designed for large events with impacts on urban mobility" (STADIUM) ins Leben gerufen. Das Projekt erprobte IKT-Systeme (Informations- und Kommunikationstechnologie) im Rahmen großer Sportveranstaltungen. Dazu gehörten die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Kapstadt (Südafrika), die Commonwealth Games 2010 in Delhi (Indien) und die Olympischen Spiele 2012 in London (Vereinigtes Königreich). In Kapstadt testete STADIUM ein bedarfsorientiertes Verkehrssystem in Form von Minibus-Taxis. Das System verfügte über eine zentrale Leitstelle, mit deren Hilfe die "Stillstandszeiten" der Taxis verkürzt und die Effizienz verbessert wurden. Es wurde als Dienstleistung mit Erfolg in die bereits in der Stadt betriebenen Massenverkehrsmittel integriert. In Delhi erprobte man ein integriertes Buchungssystem, bei dem eine mobile Anwendung eingesetzt wurde. Das Projekt verknüpfte die öffentlichen Verkehrsmittel (Züge und Busse) mit Paratransit-Dienstleistungen (Taxis und Autorikschas, d. h. motorisierte Dreiradtaxis) unter Einsatz von GPS-Nachverfolgungs- und Prognoseinstrumenten (globales Positionsbestimmungssystem, Global Positioning System), um die Wegezeiten zu verbessern. In London verwendete man die Kameras der Videoüberwachung (Closed Circiut Television, CCTV), um Daten für eine visuelle Bildauswertung bereitzustellen. Man wollte hier ein automatisches Verkehrs- und Ereigniserkennungssystem erstellen, das die Betreiber vor potenziellen Verkehrsproblemen und Staus warnen kann. Es senkte die Arbeitsbelastung der Betreiber bei verbesserter Verkehrskontrolle und kürzeren Gesamtfahrzeiten trotz erhöhtem Verkehrsaufkommen. Das STADIUM-Projekt hat die Resultate dieser Demonstrationsprojekte in einem Leitfaden für das Verkehrsmanagement bei zukünftigen Veranstaltungen zusammengestellt. So können die lokalen Organisationskomitees noch besser die Anforderungen im Verkehrsbereich koordinieren, ohne dass der öffentliche Nahverkehr bei großen Sportveranstaltungen beeinträchtigt wird oder komplett zusammenbricht.

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