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Heart and respiration in-car embedded nonintrusive sensors

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Rettung naht für müde Fahrerinnen und Fahrer

Übermüdung ist ein maßgeblicher Faktor für die Zahl der Straßenverkehrstoten. Eine EU-Initiative hat ein neues System aus eingewebten Sensoren entwickelt, das die biologischen Zeichen der Fahrerinnen und Fahrer überwacht, um vor Gefahren zu warnen.

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Verkehrsunfälle und deren Folgen stellen europaweit ein beträchtliches Problem dar. In ökonomischer Hinsicht kosten diese Tragödien Europa jährlich 10 bis 24 Mrd. EUR. Übermüdung von Fahrern verursacht bis zu 35 % der Unfälle, somit jedes Jahr rund 7 000 Tote. Dank des EU-finanzierten Projekts "Heart and respiration in-car embedded nonintrusive sensors" (HARKEN) konzipierte man ein Fahrerüberwachungssystem mit in Sicherheitsgurte und Autositzstoffe eingebauten Biosensoren. Das auf nichtinvasiven Körperkontakt mit den Sensoren setzende System misst Herzfrequenz und Atmung des Fahrers. HARKEN begann mit der Definition des Systems einschließlich einer Überprüfung der besten, zur Verfügungen stehenden, Technologien von heute und den betreffenden Publikationen. Man maß der physiologische Parameter und erdachte Rauschfilteralgorithmen. Das Projekt entwickelte ein Textil, das in Sitzbezüge und Gurte eingebettet ist, um Herztätigkeit und Atmung zu messen. Dieses Gewebe ist empfindlich gegenüber dem Druck, der durch den Körper des Fahrenden ausgeübt wird. So entwickelte man den Sitzbezug und den Sicherheitsgurt, der die physiologischen Zeichen des Fahrers erkennen kann. Beide enthalten die intelligenten Textilmaterialien. Man führte eine Untersuchung zu Größen und Proportionen bei Fahrern durch, um die besten Stellen für die Sensoren zu ermitteln. Gleichermaßen wurde eine Signalverarbeitungseinheit erschaffen, welche die Signale der beiden Sensoren sammelt und auf Grundlage der entwickelten Algorithmen verarbeitet. Zu guter Letzt wurden diese drei Hauptsystemkomponenten in einem Fahrsimulator validiert und außerdem auf der Straße erprobt. HARKEN führte tragbare Geräte ein, die ein sicheres und komfortables Fahrerlebnis gewährleisten und dabei gleichzeitig die Symptome von Schläfrigkeit und Müdigkeit messen. Autounfälle sollten mit diesen greifbaren Ergebnissen in naher Zukunft reduziert werden. Und Europa könnte so etwa 2 Milliarden EUR pro Jahr einsparen.

Schlüsselbegriffe

Übermüdung bei Fahrern, Straße, Sensoren, biologische Zeichen, Biosensoren