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Programm

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Plan (EWG) zur Stimulierung von Kooperation und Austausch in Europa im wissenschaftlich-technischen Bereich, 1985 - 1988

Als Bestandteil des Ersten Rahmenprogramms (1984-1987) unter Aktivität 9: "Wirkungssteigerung des wissenschaftlich-technischen Potentials" enthielt dieser Plan Bestimmungen für die Ausbildung hochgradiger Spezialisten und die Mobilität von Forschern im Rahmen der verschiedenen sektoralen F&E-Programme der Gemeinschaft. Diese Regelungen traten an die Stelle der früheren "Wissenschaftlich-technischen allgemeinen und beruflichen Bildungsprogramme", dessen letztes im Jahre 1984 auslief (SCITRAIN 3C).
Einrichtung eines Kooperations- und Austauschverbundes auf Europaebene im wissenschaftlich-technischen Bereich, Förderung von Mobilität und Ausbildung europäischer Wissenschaftler sowie zügigeren Transfers von Forschungsergebnissen hinein in den Produktions- und Dienstleistungsbereich, Abbau der Unterbeschäftigung in der Wissenschaft und Reduzierung der Abwanderung von Fachkräften sowie Stärkung der Beziehungen zwischen Universitäten und Forschungslabors.
Der Schwerpunkt lag auf acht Maßnahmen:
- Chemie: insbesondere Synthetik-Chemie, Verbundstoffe und Monomer-Chemie;
- Biokommunikation;
- Geologie: Alle Aspekte von Strukturen und Materialien;
- Optik: insbesondere Forschung zur integrierten Optik;
- Mathematik und Datenverarbeitung;
- Ozeanographie: Meereskunde;
Oberflächenchemie und -physik: im wesentlichen Katalyse, Austausch zwischen Oberflächen, Polymer-Metall-Adhäsion;
- Wissenschaftliche Geräte.
Die Plandurchführung durch die Kommission erfolgte mit Hilfe von Forschungsstipendien, Verträgen zur Förderung von Laborpartnerschaften sowie kooperativen Entwicklungsaufträgen. Unterstützt wurde die Kommission dabei sowohl von Beratern als auch vom Ausschuß für europäische Entwicklung von Wissenschaft und Technologie (CODEST).

Die Kommission war zuständig für die Festlegung und nach Konsultationen mit dem Ausschuß für wissenschaftliche und technische Forschung (CREST) auch für die Durchführung von geeigneten Ergänzungsmaßnahmen.

Die Verbreitung von Informationen erfolgte nach Maßgabe der Verordnung (EWG) Nr. 2380/74 vom 17.9.1974 (Amtsblatt Nr. L 255, 20.9.1974) in der die Verbreitung von Informationen über Forschungsprogramme in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft geregelt ist. Danach war die Kommission ausnahmsweise zur Vergabe von Unterlizenzen berechtigt, wenn ein Vertragspartner sich weigert, die Ergebnisse kostenteiliger Forschung zu nutzen.

Die Gemeinschaft war berechtigt, Vereinbarungen mit europäischen Drittstaaten abzuschließen, um diese in den Plan einzubinden.

Eine Überprüfung des Plans erfolgte im zweiten Jahr; die Ergebnisse wurden dem Rat und dem Europäischen Parlament zugeleitet.