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Weltweite Zusammenarbeit in der Malariaforschung

Malaria ist eine durch Stechmücken übertragene häufige Parasiteninfektion, an der noch immer Millionen von Menschen sterben. Da noch kein Impfstoff verfügbar ist und zunehmend Resistenzen auftreten, muss die internationale Malariaforschung integriert und nach innovativen Lösungen gesucht werden.

Gesundheit

Das EU-finanzierte Projekt OZMALNET (Towards the establishment of a framework in malaria between the AMRN and EVIMALAR) baute ein Kompetenznetzwerk auf – das Europäische Virtuelle Institut für Malariaforschung (EVIMALAR). Zudem stellte das australische Malariaforschungsnetzwerk AMRN (Australian malaria research network) über den australisch-europäischen Forschungsverbund OZEMALAR Fördermittel für seine Forscher im Ausland zur Verfügung. Gemeinsam finanzierten EVIMALAR und AMRN die Zusammenarbeit in der Malariaforschung und organisierten Vernetzung und Personalaustausch zwischen australischen und europäischen Instituten. EVIMALAR schuf den rechtlichen Rahmen für beide Regionen, um eine gegenseitige Förderung und den Austausch von Nachwuchswissenschaftlern (ESR) über OZMALNET und OZEMALAR zu ermöglichen, Zwischen führenden australischen und europäischen Forschungsinstituten fanden mehrere Austauschbesuche statt. Die Nachwuchsforscher betrieben Spitzenforschung und wurden in neue zukunftsfähige Techniken eingewiesen. Der Austausch von Malariaparasitenproben und Versuchsergebnissen zwischen Europa und Australien wird die Forschungen stärker integrieren und den Wissensaustausch fördern. Nach dem Merozoitenstadium in der menschlichen Leber wandert der Malariaparasit in die Blutbahn und infiziert dort rote Blutzellen. Ein ESR aus einem europäischen Forschungsinstitut testete hierfür ein neues Aufreinigungsverfahren für Merozoiten, das von einem australischen Labor entwickelt worden war. Mit der bildgebenden Darstellung auf​​gereinigter Merozoiten lässt sich das Infektionsgeschehen genauer nachvollziehen. In weiteren ESR-Austauschbesuchen wurden die Forscher in verschiedenen biochemischen Techniken und Methoden geschult, u.a. der Metabolomanalyse. So eröffnen sich mit der Charakterisierung wichtiger Proteine wie PfGEXP und Coronin beim Malariaparasiten neue Wege in der Therapie und Impfstoffentwicklung. Die Projektaktivitäten stärkten Forschungsnetze und Kontakte zwischen australischen und europäischen Forschern, was weitere Forschungskooperationen wie auch die berufliche Entwicklung der ESR, den Wissenstransfer und insgesamt die weltweite Malariaforschung im Kampf gegen den todbringenden Parasiten fördern wird. Vor allem integrierte Forschungsinitiativen leisten einen großen Beitrag zur Entwicklung neuer Malariamedikamente, Impfstoffe und anderer Kontrollmaßnahmen.

Schlüsselbegriffe

Malariaforschung, OZMALNET, EVIMALAR, OZEMALAR, ESR Austausch, Merozoiten, Aufreinigung, Impfstoff

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