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Infrastructure for Systems Biology - Europe

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Eine neue Infrastruktur für die Systembiologie in Europa

Eine EU-finanzierte Initiative entwickelte eine Strategie, um die großen Mengen an "Omics"-Daten besser zu strukturieren. Umfassende integrierte Modelle lebender Systeme können über experimentelle Daten das Verhalten biologischer Systeme prognostizieren (interagierende Moleküle, Zellen, Gewebe).

Gesundheit

Um einen detaillierten Vorschlag für eine systembiologische europäische Infrastruktur umzusetzen, müssen deren Struktur und Funktion geklärt und ein entsprechender Fahrplan entwickelt werden. Voraussetzung hierfür ist etwa der Zugang zu standardisierten Daten und Ressourcen, eine fundierte wissenschaftliche Basis und realistische Modelle für Governance, nachhaltige Finanzierung und Ausbildung. Das Konsortium ISBE (Infrastructure for systems biology - Europe) aus 23 Partnern aus 11 Mitgliedstaaten arbeitete dabei mit allen Interessenvertretern zusammen. In der Vorbereitungsphase wurden über die Projektwebseite, Erhebungen, Konferenzen und Workshops technische Anforderungen ermittelt. Technische Spezifikationen zur physikalischen Infrastruktur wurden in Beratungen mit Sachverständigen entwickelt. Der Geschäftsplan wurde gemeinsam mit Interessenvertretern, Regierungen und Ministerien erstellt. Daten einer detaillierten Erhebung wurden zu mehreren Berichten über derzeitige Aktivitäten im Bereich Systembiologie zusammengefasst. Auf Basis eines vorläufigen Berichts zur Struktur und Funktion von ISBE wurde dann mit Interessenvertretern auf nationaler und internationaler Ebene beraten. Ferner dokumentierte ISBE europäische Ausbildungsmaßnahmen im Bereich Systembiologie, mit Schwerpunkt auf der Ausbildung von Doktoranden und Postdoktoranden, aus denen künftig ein europaweites ISBE-Ausbildungsnetzwerk für Systembiologie entstehen soll. Schließlich wird die Standardisierung und Qualitätskontrolle in Europa verbessert. Eine übergreifende europäische Infrastruktur für Systembiologie wird von enormer Bedeutung für die personalisierte Medizin, alternative Ernährungskonzepte und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion sein. ISBE fördert mit der Produktion von neuen, effizienteren Biokraftstoffen und Materialien aus biologischen Rohstoffen die biobasierte Wirtschaft. Auch Abfall- und Wassermanagement sowie Umweltschutz werden von dem Netzwerk profitieren. ISBE ist ein übergreifendes Netzwerk aus nationalen Zentren für systembiologische Forschung mit überlappenden und ergänzenden Kompetenzen. Neue Kooperationen mit anderen Infrastrukturen für Biologie und Medizin können die Koordination, Harmonisierung, Integration und Interoperabilität von Daten und Anwendungen fördern. Auf europäischer Ebene werden die Zentren über ein zentrales ISBE-Büro unter Leitung eines Direktors und Aufsichtsrats von Interessenvertretern koordiniert. Die ISBE-Initiative wird internationale Kooperationsprojekte fördern, die Interessen von Wissenschaft und Industrie zusammenführen und insgesamt die Einführung neuer Technologien im biomedizinischen Sektor beschleunigen.

Schlüsselbegriffe

Systembiologische Infrastruktur, Omics, integrierte Modelle, Fahrplan, Beratung mit Interessenvertretern

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