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Natural Killer Cell-Based Anti-Cancer Immunotherapies:
Research training in molecular medicine and biotechnology business

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Immuntherapie gegen Krebs und Infektionen

Krebs und Virus-infizierte Zellen haben eine faszinierende Fähigkeit, der Immunüberwachung zu entgehen. Zu verstehen, wie natürliche Killer (NK)-Zellen funktionieren, kann helfen, neue immuntherapeutische Strategien zu entwerfen.

Grundlagenforschung
Gesundheit

NK-Zellen sind ein wichtiger Bestandteil des angeborenen Immunsystems mit einer lebenswichtigen Funktion im Kampf gegen Tumoren und Virusinfektionen. Zu verstehen, wie Viren und Krebszellen einer Immunantwort ausweichen, kann helfen, Immuntherapien zu entwickeln. Das EU-finanzierte Projekt NATURIMMUN führte eine eingehende Untersuchung des Wirkmechanismus von NK-Zellen und deren Rezeptoren und Liganden durch. Darüber hinaus untersuchte es, wie NK-Zellen bei bestimmten Viruserkrankungen und Krebs funktionieren. Die Forscher entdeckten, dass die Therapie von akuten myeloischen Leukämie-Patienten mit Interleukin-2 und Histamin deutlich einen immunomodulatorischen NK-Zell-Subtyp induzierte. Dies half, das NK-Zellkompartiment dieser Patienten, das verminderte und teilweise defekte NK-Zellen aufwies, wiederherzustellen. Die Down-Regulierung von stressinduzierten Liganden, die durch die Aktivierung von Rezeptoren erkannt werden, ist ein von Viren eingesetzter Mechanismus. Die Wissenschaftler von NATURIMMUN entdeckten, dass Herpes-Viren unter anderem Stress-Liganden durch den Abbau von Proteasom unterdrücken können und dass Stress-Liganden auch in Krebszellen herunterreguliert werden können. Ein weiterer faszinierender Ausweichmechanismus wurde bei Darmkrebs aufgedeckt. Die Anwesenheit von Fäkalbakterien in der Tumorumgebung beeinträchtigt die NK-Zellzytotoxizität. In Bezug auf mehrere aktivierende NK-Rezeptoren haben Forscher neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie bestimmte Liganden durch Viren moduliert werden und dann von diesen Rezeptoren erkannt werden können. Aus therapeutischer Perspektive entwarf das Konsortium Anti-Krebs-Strategien auf der Grundlage der Amplifikation der NK-Immunantwort. Zu diesem Zweck entwickelten sie verbesserte Protokolle für die Erweiterung von NK-Zellen aus peripherem und Nabelschnurblut, die für klinische Zwecke übernommen werden könnten. Alternative Ansätze zur Verbesserung der NK-Zellzytotoxizität wurden auf Basis von Antikörpern, die NK-Zellen an Krebs-Antigene zurückführen, entwickelt. Die präklinische Bewertung von Antikörpern und NK-Zellinfusionen in neuartigen Mausmodellen machte das Potenzial des Ansatzes zur Behandlung von Leukämie und festen Krebserkrankungen deutlich. Gemeinsam unterstützen die Ergebnisse von NATURIMMUN den Einsatz von NK-Zellen für die Krebstherapie und werden zukünftige Forschungen für die klinische Anwendung dieser Zellen fördern. Weitere Details zu den Projektergebnissen und Zukunftsperspektiven wurden hier zusammengefasst.

Schlüsselbegriffe

Krebs, Immuntherapie, NK-Zellen, NATURIMMUN, Leukämie

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