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Sniffer for concealed people discovery

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Neue Sensoren für mehr Luftfrachtsicherheit

Mit zwei Prototypen eines Hightech-Sensors für die Luftfahrtindustrie können Behörden bei der Unterbindung illegalen Menschenhandels unterstützt und Zwischenfälle durch explodierende Batterien im Frachtraum von Flugzeugen vermieden werden.

Sicherheit

Im Luftverkehr werden immer häufiger Zwischenfälle vermeldet: von versteckten illegalen Einwanderern in Frachtflugzeugen bis zur Explosion von Li-Ionen-Batterien in Frachträumen. Das EU-finanzierte Projekt SNOOPY (Sniffer for concealed people discovery) sollte hier nun Abhilfe schaffen. Zusammen mit Stakeholdern für Sensorentwicklung, Sicherheit und Luftfahrt aus Griechenland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich entwickelte das Projektteam eine tragbare elektronische Nase für diese Szenarien. Der erste Prototyp detektiert vom menschlichen Körper produzierte Moleküle (etwa Schweißbestandteile) und kann damit blinde Passagiere aufspüren. Der zweite Prototyp erkennt frühzeitig Defekte bei Lithium-Batterien, warnt die Besatzung und leitet Gegenmaßnahmen in verschlossenen Frachträumen ein. Die moderne Sensortechnologie beider Prototypen zeichnet sich durch geringes Gewicht, Größe und Energieverbrauch aus und ist rund um die Uhr aktiv. In einer Testreihe sollte die Machbarkeit der Prototypen in realistischen Szenarien demonstriert werden. Die Prototypen wurden zunächst im Labor und dann im Feldversuch getestet. Dabei wurden Mess- und Validierungsprotokolle erstellt und Empfehlungen von Grenzbehörden und Luftsicherheitsexperten berücksichtigt. Der Prototyp für Schweißerkennung wurde mit getragenen Sporthemden und in einem abgeschlossenen Raum getestet. Der Li-Ion-Prototyp wurde in Versuchsreihen zu Überhitzung, Überladung, Elektrolyt-Leckage und Flammentwicklung validiert. Mit der kommerziellen Einführung kann der erste Prototyp illegale menschliche Präsenz in Fahrzeugen und Frachttransporten an Ländergrenzen, Häfen und Flughäfen detektieren. Vor allem aber kann das benutzerfreundliche SNOOPY- Instrument eigenständig Probenahme, Vorkonzentration und Detektion durchführen, Entscheidungshilfe geben und nicht zuletzt auch den Einsatz teurer Spürhunde reduzieren. Der zweite Prototyp trägt zur Vermeidung von Transportunfällen und Bordpannen durch Li-Ionen-Batterien bei, was z.B. kürzlich zu einem Flugzeugabsturz geführt hatte. Beide Anwendungen werden die Überwachung in zwei zentralen Sektoren der Sicherheit effektiver machen. Das Projekt SNOOPY analysierte kommerzielle Möglichkeiten und veröffentlichte die Ergebnisse online und auf der Abschlusskonferenz.

Schlüsselbegriffe

Fracht, Menschenhandel, Li-Ionen-Batterien, SNOOPY, elektronische Nase

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