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Antike Statuen definieren Raum und Identität 

Wichtige Denkmäler und Statuen im antiken Griechenland und Rom waren viel mehr als dekorative Ornamente. Sie definierten Räume der Interaktion und unterstützten autokratische Regel auf verschiedene Weise. 

Gesellschaft

Die alten Griechen waren, was die Anzahl von Statuen und Monumenten zum Schmuck ihrer öffentlichen Räume angeht, einzigartig. Im 2. Jahrhundert n. Chr. erreichte die Praxis unter römischer Herrschaft, mit ihren Straßen, Theatern und Marktplätzen, die voll von solchen Monumenten waren, ihren Höhepunkt. Ob aus Marmor oder Bronze, diese Statuen, Gräber und Monumente belebten ihre Umgebung und hatten einen überraschend bedeutsamen Einfluss auf die Bürger. Das EU-finanzierte Projekt MMRG (A mosaic of memories – Monuments and public space in Roman Greece (c.200 BC to c. 200 AD)) untersuchte, wie öffentliche Monumente dem sie umgebenden Raum Bedeutung gaben. Es untersuchte, wie die Monumente positioniert waren, wie die Menschen um sie herum interagierten und welche Dynamik unter den Monumenten selbst bestand. Ein wichtiger Teil der Projektforschung wurde in einen Artikel mit dem Titel "Contested bones: The politics of intra-urban burial in Roman Greece" beschrieben. Der Artikel betrachtet die Gegenüberstellung von Gräbern von legendären Helden und von römischen Wohltätern. Es untersucht die Bedeutung der Statuen bei der Verfestigung des Römischen Reiches und der gleichzeitigen Hervorhebung der lokalen oligarchischen Elitenklasse. Ein weiterer Artikel mit dem Titel "Spaces of remembrance – Statues in the urban landscape of Roman Messene" betrachtet, wie Ehrenstatuen, Votivstatuen und Kaiserporträts anspruchsvolle Botschaften an die Öffentlichkeit weitergaben. Neben der Veröffentlichung dieser beiden Artikel schuf das Projektteam eine Datenbank von Denkmälern in griechischen und römischen Städten aus archäologischen, epigraphischen und literarischen Quellen.   MMRG organisierte auch eine internationale Konferenz unter dem Titel "Public statues across time and cultures", um neue Ideen zur Verwendung von öffentlichen Statuen im antiken Griechenland und Rom zu stimulieren. Die Konferenz zog Historiker, Archäologen und Fachleute aus der ganzen Welt an, die wiederum sehr relevante Arbeiten vorstellten. Die Forschung trägt zur Beantwortung der Frage bei, wie Monumente genutzt werden können, um Machtbeziehungen zu festigen oder gar in Frage zu stellen. Außerdem bereichert sie unser Verständnis der postklassischen Polis. Ohne Zweifel brachte die Untersuchung der Wissenschaft neue Erkenntnisse über die Natur von Macht innerhalb der Polis-Gemeinschaft und darüber, wie die lokale Identität im Rahmen der kaiserlichen Herrschaft definiert wurde.  

Schlüsselbegriffe

Statuen, Denkmäler, antikes Griechenland, Rom, öffentliche Räume, MMRG, Polis 

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