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Upgrade Speed To Accelerate Revolutionary Telecoms

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Vereinfachung der Umstellung auf Glasfaserkabel zur Maximierung des Wettbewerbsvorteils Europas

Viele europäische Länder haben mit der Umstellung ihrer konventionellen Kupferverkabelungen auf Glasfaser zu kämpfen, was jedoch eine Voraussetzung für die Nutzung der neuen ultraschnellen Netze darstellt. EU-finanzierte Ingenieure haben eine schnelle und einfache Möglichkeit geboten, die Umstellung selbst in komplexen Situationen zu meistern.

Digitale Wirtschaft

Die Umrüstung von alten Telekommunikationskabeln aus Kupfer auf ultraschnelle Glasfaserkabel ist derzeit ein störender, kostspieliger und zeitaufwändiger Prozess. Oft sind Mikrogräben erforderlich (Schneiden schmaler und flacher Gräben in Straßen und anderen Oberflächen), die sich nicht nur störend auf Stadtzentren auswirken, sondern auch viele andere Einschränkungen mit sich bringen. Das EU-finanzierte Projekt Upstart hat eine schnelle und einfache Lösung für den Austausch von Kupfer- mit Glasfaserkabeln entwickelt, die außerdem umweltfreundlich, kostengünstig und skalierbar ist.

Überwindung von Herausforderungen

Die Technologie von Upstart spritzt spezielle biologisch abbaubare Schmierflüssigkeiten unter Druck zwischen den Kabelmantel und den inneren Kupferkern. Dadurch wird der Kern komprimiert und kann mit einer Winde entfernt werden. Dabei wird das Austauschkabel durchgezogen, während der überflüssige Kern herausgezogen wird. Fast2Fibre, das Unternehmen hinter der Innovation (auch bekannt als Fast2Fibre-Technologie oder F2F), hatte die Technologie bereits vor dem Projekt entwickelt. Geschäftsführer und Projektkoordinator Tom Fitzherbert erklärt: „Als ein großer europäischer Kommunikationsanbieter bedingtes Interesse bekundete, haben wir uns vorgenommen, der Nachfrage nach Nachweisen der Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Benutzerfreundlichkeit gerecht zu werden.“ Aus diesem Grund wurde das Projekt Fast2Fibre ins Leben gerufen, mit dessen Finanzierung die Forschungs- und Entwicklungsbemühungen erheblich ausgeweitet werden konnten. Fitzherbert erklärt jedoch weiter: „Unvollständige Telekommunikationsaufzeichnungen zwangen uns, mehr Zeit in das Verständnis der Kabeleigenschaften und die Durchführung von Labortests zu investieren, um sicherzustellen, dass die Lösung vor dem Einsatz auch funktioniert. Dies erforderte signifikante Verbesserungen der Feldausrüstung, tribologische Tests der Flüssigkeiten und die Industrialisierung der Zusatzkomponenten.“

Lieferung von Ergebnissen

Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Flüssigkeiten für unterschiedliche Kabeltypen entwickelt, um für die meisten von ihnen eine Lösung zu bieten, wobei der Schwerpunkt auf den gebräuchlichsten Kabeln lag. Mehr als 400 Kabel wurden im Feld getestet. Einzelheiten dazu sind in der Fast2Fibre-Kabeldatenbank enthalten, auf die der Kunde zugreifen kann. Mit der Fast2Fibre-Technologie können zwischen 60 und 150 Meter Kabel bei einer einzigen Entnahme und mehr als 500 Meter Kabel an einem einzelnen Tag ausgetauscht werden, fast doppelt so viel, als mit einem Baustellenteam und herkömmlichen Methoden möglich wäre. Darüber hinaus kommt es nur zu geringfügigen Verzögerungen des Austauschprozesses, da weniger Genehmigungen erforderlich sind. Da alle mit dem Graben in städtischen oder unzugänglichen Gebieten verbundenen Kosten bis zu 80 % der Gesamtkosten betragen können, bietet die Technologie erhebliche finanzielle Anreize. Fitzherbert fügt weiter hinzu: „Bei einem kürzlich durchgeführten Projekt haben wir die Produktivität bzw. die Austauschgeschwindigkeit im Vergleich zum Graben um weit über 600 % erhöht.“ Das Risiko einer Beschädigung der vorhandenen Infrastruktur ist praktisch ausgeschlossen.

Auf dem Weg zur Markteinführung

Der potenzielle Markt ist riesig, da Kommunikationsanbieter in Europa und darüber hinaus innovative Lösungen für eine schnellere Einführung der Faserkabel benötigen. Laut Fitzherbert „wurden die ursprünglichen Ziele erreicht und neue Techniken entdeckt, um Lösungen für eine wesentlich größere Anzahl an Kabeltypen zu ermöglichen. Infolgedessen haben wir das Vertrauen unserer Bestandskunden gewonnen und werden für sie die Umrüstung ihrer Netze übernehmen. Zudem befinden sich die Verhandlungen über den Beginn von zwei Handelsverträgen im vierten Quartal 2019 in einem fortgeschrittenen Stadium und weitere sechs sind bereits geplant.“ Die Projektergebnisse werden europäischen und globalen Kommunikationsanbietern helfen, ihrer Konkurrenz im Wettlauf um die Einführung von 5G zuvorzukommen. Fast2Fibre ist dabei, das Geschäft zu skalieren, um diese globale Nachfrage zu befriedigen.

Schlüsselbegriffe

Upstart, Kabel, Kupfer, 5G, Glasfaser, Verkabelung, Kabel, Mikrogräben, Schmierflüssigkeit, mobil, Breitband

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