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Tools for the Investigation of Transactions in Underground Markets

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 740558

Status

Laufendes Projekt

  • Startdatum

    1 Mai 2017

  • Enddatum

    30 April 2020

Finanziert unter:

H2020-EU.3.7.6.

H2020-EU.3.7.1.

  • Gesamtbudget:

    € 4 991 600

  • EU-Beitrag

    € 4 991 600

Koordiniert durch:

AIT AUSTRIAN INSTITUTE OF TECHNOLOGY GMBH

Deutsch DE

Neue Instrumente zur Aufklärung – und Beendigung – der Cyberkriminalität

Das EU-finanzierte Projekt TITANIUM stellt europäischen Strafverfolgungsbehörden die Instrumente bereit, die sie benötigen, um Cyberkriminelle zu identifizieren – selbst, wenn diese hinter der vermeintlichen Anonymität virtueller Währungen agieren.

SICHERHEIT

© igorstevanovic, Shutterstock

Von Ransomware-Angriffen, bei denen von Nutzern ein Lösegeld in Bitcoin verlangt wird, bis hin zur Erpressung virtueller Währungen mit der Drohung von Sabotage finden kriminelle Organisationen immer wieder neue Wege, Kryptowährungen auszunutzen. Aber sie hören hier nicht auf. Diese Währungen werden dann auf dem Schwarzmarkt genutzt, um den Handel mit illegalen Waren, Daten und Dienstleistungen zu erleichtern. Bei ihrem Wunsch, anonym und unerkannt zu bleiben, ist die von virtuellen Währungen und dem Darknet gebotene Anonymität insbesondere für Cyberkriminelle attraktiv. Bei der Erkennung, Aufspürung und Verfolgung von Cyberkriminalität benötigen die Strafverfolgungsbehörden neue datengesteuerte Instrumente und auf Technologie basierende Techniken. Die Herausforderung besteht jedoch darin, sicherzustellen, dass diese neuen Instrumente nicht das Grundrecht auf Privatsphäre Einzelner verletzen. Hier kommt das EU-finanzierte Projekt TITANIUM (Tools for the Investigation of Transactions in Underground Markets) ins Spiel. „Das Projekt TITANIUM zielt darauf ab, den Strafverfolgungsbehörden die Forschung zur Verfügung zu stellen, die von diesen für die Entwicklung neuer Techniken für die Identifikation von Kriminellen benötigen, selbst, wenn diese hinter der vermeintlichen Anonymität virtueller Währungen agieren“, sagt Ross King, Projektkoordinator und Datenwissenschaftler am Centre for Digital Safety & Security des Austrian Institute of Technology (AIT). „Indem wir sicherstellen, dass diese Instrumente relevante Sicherheitsvorkehrungen umfassen, werden wir in der Lage sein, die Bedürfnisse bezüglich Privatsphäre und Schutz zu erreichen.“

Eine Reihe neuer Instrumente

Das Projekt TITANIUM ist zwar noch in Arbeit, es wurde aber bereits eine Reihe von kostengünstigen quelloffenen Instrumenten für Forensik im Bereich Kryptowährungen entwickelt. Dazu zählen Instrumente für die automatisierte Datenerfassung unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen in Kombination mit Forensikinstrumenten für die Analyse von Daten im Zusammenhang mit dem Darknet-Markt und Transaktionen mit virtuellen Währungen. Darüber hinaus haben die Forscher durch die Analyse neuer Trends bei organisierter Kriminalität und Terrorismus unter Nutzung des Internets entsprechende Anforderungen an die Durchführung solcher Untersuchungen aufgestellt. „Jedes dieser Instrumente ist so konzipiert, dass Teams jeder Strafverfolgungsbehörde – nicht nur diejenigen von großen Bundesbehörden – Untersuchungen im Bereich Kryptowährungen durchführen können“, erklärt King. „Zusätzlich wird unsere Arbeit an Standards für Metadaten im Bereich Kryptowährungen einen verbesserten Informationsaustausch zwischen Instrumenten und Behörden ermöglichen.“ Alle TITANIUM-Instrumente wurde strengen Praxistests unterzogen. Nach ihrer Fertigstellung werden die Instrumente entweder als quelloffene Lösungen oder als von europäischen KMU unterstützte Produkte zur Verfügung gestellt. Als Teil der Arbeit werden im Projekt Schulungen vorbereitet, um die korrekte Aufnahme und Nutzung aller TITANIUM-Instrumente zu erleichtern.

Schutz der Privatsphäre

Im Rahmen des Projekts wurden wichtige Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass die Instrumente sämtlichen EU-Datenschutzbestimmungen einschließlich der DSGVO vollständig entsprechen. Die Instrumente werden außerdem standardisierte Protokolle für alle von einem Ermittler durchgeführten Aktivitäten bereitstellen. Dies macht die Einhaltung der Vorschriften für die Aufsichtsbehörden überprüfbar und unterstützt sogenannte „gerichtsfeste“ Beweise in der Strafverfolgung. „Wir haben eine strenge Firewall zwischen unserer Forschung und der Strafverfolgungsarbeit eingerichtet, das heißt, es werden keine Daten zwischen diesen Gruppen geteilt“, fügt King hinzu. „Ein Austausch findet nur auf der Ebene der Instrumente und damit verbundenen Schulungen statt.“ Europa sicherer machen Die Arbeit von TITANIUM bildet die Grundlage für eine Zukunft, in der Kriminelle nicht mehr in der Lage sein werden, Internettechnologien zu nutzen und straffrei auszugehen. „Mit der Unterstützung der Instrumente von TITANIUM werden die europäischen Strafverfolgungsbehörden besser ausgestattet sein, um Verbrechen mit virtuellen Währungen und Märkten im Darknet zu untersuchen“, gibt King an. „In der Folge werden mehr Strafverfolgungsorganisationen Zugriff auf die Instrumente haben, die sie benötigen, um diese Verbrechen effektiver und effizienter untersuchen zu können.“

Schlüsselbegriffe

TITANIUM, Cyberkriminalität, Strafverfolgungsbehörden, Cyberkriminelle, virtuelle Währungen, Ransomware, Bitcoin, Kryptowährungen, Schwarzmarkt, Darknet, Strafverfolgung, per Internet organisierte Verbrechen und Terrorismus, Datenschutz, DSGVO

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 740558

Status

Laufendes Projekt

  • Startdatum

    1 Mai 2017

  • Enddatum

    30 April 2020

Finanziert unter:

H2020-EU.3.7.6.

H2020-EU.3.7.1.

  • Gesamtbudget:

    € 4 991 600

  • EU-Beitrag

    € 4 991 600

Koordiniert durch:

AIT AUSTRIAN INSTITUTE OF TECHNOLOGY GMBH

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