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Maßgeschneiderte Schulung zum Thema Gebäudeinformationsmodellierung für Baufachleute

Sie suchen eine Schulung im Bereich Gebäudeinformationsmodellierung, das speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist? Das Projekt BIMEET stellt eine einzigartige Datenbank zur Verfügung, in der sich Bau- und Schulungsfachleute gegenseitig finden können.

Energie

Mit dem Zusammenprall von Digitalisierung und Klimawandel ergeben sich für die Bauwirtschaft unübersehbare Gelegenheiten. Eine davon ist die Gebäudeinformationsmodellierung. Wenn den Interessengruppen die Möglichkeit zur gemeinsamen Erstellung und Verwaltung gebäudebezogener Daten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg gegeben wird, kann es der EU dabei helfen, ihre Zielvorgaben für Energieverbrauch und CO2-Emissionen der Zukunft zu erfüllen. Hier setzt die Realität an. Der Bausektor in der EU ist stark fragmentiert, folgt traditionell sehr linearen Arbeitsabläufen und erwies sich in der Vergangenheit als risikoscheu. Dies alles stellt Hindernisse für die digitale Transformation und die Nutzung der Gebäudeinformationsmodellierung dar, was regelmäßig zu Vertragsproblemen (Eigentum an Modellen), technischen Problemen (Interoperabilität) und höheren Kosten führt. „Wenn wir all diese Faktoren berücksichtigen, stellen wir fest, dass die Qualifizierung von Arbeitskräften der Baubranche für die Nutzung der Gebäudeinformationsmodellierung zwei Elemente erfordert: eine Kombination aus nationalen und EU-weiten Strategien und ein umfassendes Verständnis der Notwendigkeit neuer Kompetenzen in einem technologischen und vertraglichen Kontext, der sich sehr schnell ändert“, sagt Sylvain Kubicki, leitender Mitarbeiter im Bereich Forschung und Technologie am Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST). BIMEET (BIM-based EU-wide Standardized Qualification Framework for achieving Energy Efficiency Training) bringt Universitäten und Technologieinstitute aus fünf EU-Ländern (Frankreich, Griechenland, Luxemburg, Finnland und Vereinigtes Königreich) zusammen, um dem Sektor ein besseres Verständnis der Markterfordernisse sowie innovative Schulungsprogramme zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen mit BIMEET die Kompetenzen, Qualifikationen und Fähigkeiten der Interessengruppen in der Baubranche verbessern, von hochrangigen Fachleuten bis hin zu den Beschäftigten. Schlussendlich wird dies die Marktdurchdringung und Akzeptanz der Gebäudeinformationsmodellierung erhöhen“, erklärt Kubicki.

Gebäudeinformationsmodellierung für Energieeffizienz

Das Konsortium hat, um dieses Ziel zu erreichen, eine spezifische Methodik entwickelt, mit der Rollen, Fähigkeiten und Schulungsbedarf im Bereich Gebäudeinformationsmodellierung für Energieeffizienz ermittelt werden. Dabei wurde eine Datenbank mit Twitter-Aufzeichnungen verwendet, um neue Fähigkeiten und Rollen zu erfassen, und ein Schulungsportal entwickelt, auf dem Inhalte aus verschiedenen Datenquellen mit Daten im Zusammenhang mit Gebäudeinformationsmodellierung zusammengefasst werden. Mit der Verwendung dieses Instruments können Nutzer(innen) neue Trends nachverfolgen und sie in zukünftige Schulungsinhalte integrieren. Das Schulungsportal agiert letztendlich als Daten- und Informationsarchiv für Informationen zum Thema Gebäudeinformationsmodellierung und Energieeffizienz sowie als eine Datenbank verfügbarer Schulungen zum Thema Gebäudeinformationsmodellierung. Des Weiteren stellt das Schulungsportal Baufachleuten personalisierte Empfehlungen für Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ebenso werden spezifische Funktionen für Schulungsfachleute entwickelt, um ihnen zu helfen, ihre Inhalte an die Gegebenheiten des Marktes anzupassen, auf den sie sich konzentrieren. E-Learning steht im Mittelpunkt des Projekts. Laut Kubicki ist es ein Mittel, das effizientere Schulungssitzungen ermöglicht und mit dem gleichzeitig Fachleute erreicht werden, die weniger wahrscheinlich an Anwesenheitsschulungen teilnehmen – zum Beispiel Beschäftigte. „Eine der wichtigsten Errungenschaften des Projekts ist eine Matrix der Lernergebnisse für Gebäudeinformationsmodellierung und Energieeffizienz, aufgeschlüsselt in mehrere Disziplinen und Kompetenzebenen“, erläutert Kubicki.

Weit verbreitete Anwendung

BIMEET soll im Februar 2020 abgeschlossen sein. Bis dahin werden neue Schulungs- und E-Learning-Programme abgeschlossen und unter dem MIMEET-Etikett auf den Markt gebracht werden. Es wird bereits erwogen, die Plattform und die damit zusammenhängenden Instrumente weiter zu nutzen, während mit mehreren Schulungsinstituten und einem Standardisierungsgremium weiter Gespräche geführt werden, um sie als zentralisiertes Daten- und Informationsarchiv für Schulungen zum Thema Gebäudeinformationsmodellierung zu nutzen.

Schlüsselbegriffe

BIMEET, Bau, Kompetenzen, Schulung, Gebäudeinformationsmodellierung, Datenbank, E-Learning, Beschäftigte

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