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Fortschrittliche Technologie hilft Strafverfolgungsbehörden, terroristische Online-Aktivitäten automatisch zu erkennen

Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts RED-Alert werden neue Werkzeuge zur Überwachung und Analyse von Online-Inhalten entwickelt, die Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen den Terrorismus helfen.

Sicherheit

Für Extremisten und terroristische Organisationen ist das Internet ein Werkzeug, mit dem sie psychologischen Krieg führen, Propaganda und Fehlinformationen verbreiten und neue Rekruten anziehen können. Insbesondere die sozialen Medien sind zum bevorzugten Instrument für die Rekrutierung von anfälligen Personen geworden. Ohne geeignete Werkzeuge für die effiziente Identifikation solcher Online-Inhalte im Zusammenhang mit Terrorismus, sind die Strafverfolgungsbehörden auf ineffiziente eigene Werkzeuge zur Bekämpfung von Spam, Nutzerberichte und menschliche Analyse angewiesen. Dies kann leider zur Folge haben, dass manche terroristische Aktivitäten unbemerkt bleiben, wodurch sich manchmal dramatische Konsequenzen für die Bürgerinnen und Bürger Europas ergeben können – zum Beispiel die mehr als 40 terroristischen Angriffe, die seit 2015 von radikalisierten Einzelpersonen auf europäischem Boden verübt wurden. Diese anhaltende Bedrohung durch den Terrorismus hat den Europäischen Rat dazu veranlasst, die europäische Industrie aufzufordern, neue Technologien und Werkzeuge zu entwickeln, die Inhalte, die zu Terrorismus und terroristischen Akten anregen, automatisch erkennen und entfernen können. Als Reaktion auf diese Aufforderung werden im Rahmen des EU-finanzierten Projekts RED-Alert (Real-time Early Detection and Alert System for Online Terrorist Content based on Natural Language Processing, Social Network Analysis, Artificial Intelligence and Complex Event Processing) Technologien entwickelt, die in der Lage sind, Online-Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und die globalen Anstrengungen bei der Terrorismusbekämpfung zu unterstützen. „RED-Alert ist eine der ersten europäischen Initiativen als Reaktion auf die Herausforderungen der automatisierten Erkennung terroristischer Propaganda bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre der Bürger“, sagt Projektkoordinatorin Monica Florea. „Durch den Einsatz modernster Technologien zur Bekämpfung des Terrorismus und zur Verhinderung zukünftiger Angriffe werden wir den europäischen Strafverfolgungsbehörden einen wichtigen nachrichtendienstlichen Vorteil verschaffen.“

Den Terrorismus in seinen Anfängen stoppen

Das RED-Alert-Instrumentarium hilft Strafverfolgungsbehörden mit der Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz, mit der Fülle an Informationen innerhalb des Bereichs Terrorismus und der weithin üblichen Verbreitung von Fehlinformationen Schritt zu halten. „RED-Alert beinhaltet viel mehr als einen Computer, der bestimmte Wörter erkennt“, erklärt Florea. „Die Technologie, die wir entwickeln, wird immense Mengen an nicht strukturierten Daten verarbeiten, zum Beispiel Beiträge in den sozialen Medien, um bedeutsame Beziehungen zu identifizieren und mögliche Bedrohungen aufzudecken.“ Mit einer einzigartigen Kombination an Technologien – darunter natürliche Sprachverarbeitung, semantische Medienanalyse, Analyse sozialer Netzwerke und Verarbeitung komplexer Ereignisse – erfasst, verarbeitet, visualisiert und speichert das System Online-Daten im Zusammenhang mit terroristischen Gruppen. Mit diesen Daten sind die Strafverfolgungsbehörden gut positioniert, um koordinierte Maßnahmen nahezu in Echtzeit einzuleiten, um terroristische Aktivitäten bereits in den Anfängen zu stoppen.

Zum Vorteil Europas

Das Projekt RED-Alert ist zwar noch in Arbeit, es ist aber schon auf einem guten Weg, den Strafverfolgungsbehörden ein effektives Werkzeug zur Erkennung von Online-Inhalten im Zusammenhang mit Terrorismus zur Verfügung zu stellen. „Mit der Bereitstellung einer Lösung für einen wirklichen Bedarf der Strafverfolgung hilft das Projekt RED-Alert dabei, zukünftige terroristische Aktivitäten zu verhindern – etwas, von dem wir alle profitieren werden“, ergänzt Florea. Die teilnehmenden Strafverfolgungsbehörden werden das RED-Alert-Instrument auch nach Abschluss des Projekts im Mai 2020 einsetzen. Darüber hinaus gibt es Pläne, eine starke Gemeinschaft von Benutzern rund um die RED-Alert-Lösung aufzubauen.

Schlüsselbegriffe

RED-Alert, Strafverfolgung, Technologie, terroristische Online-Aktivität, Terrorismus, soziale Medien, Terrororganisation, Europäischer Rat, Radikalisierung, Terrorismusbekämpfung, künstliche Intelligenz

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