Skip to main content

Article Category

Article available in the folowing languages:

HATS soll verletzte Hände heilen

Fragt man irgendeinen Künstler, welcher Teil des menschlichen Körpers am schwierigsten abzubilden ist, so wird in neun von zehn Fällen die Antwort lauten: "Die Hände". Das scheint auch für die medizinische Bildverarbeitung zu gelten, in der bislang keine speziellen Hilfsmittel zur Kartierung der Hand entwickelt wurden, so dass es bis jetzt keine Möglichkeit gab, Bilder von Verletzungen der Hand mit der gebotenen Präzision zu erzeugen.

Gesundheit

Abgesehen vom Gehirn, ist die Hand das bei weitem am meisten benutzte Teil des menschlichen Korpers - wir setzen sie fur praktisch alle unsere Aktivitaten, Handlungen oder Aufgaben ein. So uberrascht es nicht, wenn man erfahrt, dass auf dem europaischen Kontinent statistisch gesehen der großte Anteil aller Verletzungen auf die Hande entfallt. Gleichwohl hat selbst der erfahrenste Therapeut betrachtliche Schwierigkeiten, das Ausmaß von Handverletzungen, beispielsweise auf Grund von Quetschungen oder Stichwunden, richtig zu beurteilen. Das Verfahren HATS, das fur "Hand Assessment and Treatment System" steht, soll diese Lucke schließen. Hierbei handelt es sich um ein automatisiertes Datenerfassungs- und Auswertungs-Tool, das viele Diskrepanzen in Verbindung mit Aufgaben wie z.B. der Beurteilung von Flussigkeitsansammlungen in Bereich von geschadigtem oder verletztem Gewebe beseitigen soll. Insgesamt umfasst die Entwicklung einen Satz von funf elektronischen Geraten, die eine exakte Beurteilung des Bewegungsbereichs, der Greifkraft und von Odemen ermoglichen. Mit Unterstutzung durch ein Datenerfassungssystem, eine computergestutzte Touchscreen-Konsole und fortschrittlicher Programmiersoftware fur Protokollierungszwecke ermoglicht HATS eine Reduzierung des bisherigen Aufwands fur die Beurteilung von Handverletzungen um 50%. Da das Untersuchungs-Tool uber computergestutzte Funktionen verfugt, die speziell zur Untersuchung der Hande entwickelt wurden, arbeitet es zudem weitaus genauer als die bislang angewandten Standardverfahren. Es stellt durch die Verbesserung der technischen Spezifikationen, der Datenerfassung und der Datenanalyse einen betrachtlichen Fortschritt in der gesamten medizinischen Praxis dar, der den Spezialisten eine prazisere Beurteilung von Handverletzungen gestattet. Diese praxisorientierte Technologie fur Untersuchungen der Hand kann außerdem zur Registrierung von Patientendaten, demografischen Angaben und Informationen zum Therapieverlauf eingesetzt werden - damit hat der Wissenschaftler ein robusteres Hilfsmittel als je ein Kunstler zur Verfugung.

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich