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Schutz des Europäischen Lachses vor Gyrodactylus-Parasiten

Der Lachs stellt sowohl eine Gaumenfreude für viele Europäer als auch einen essenziellen Bestandteil der Volkswirtschaften vieler europäischer Länder dar. Der Parasit Gyrodactylus ist ein tödlicher Feind für beide, den Fisch und die Volkswirtschaften, weil er ganze Lachspopulationen vernichten und in Folge die Wirtschaft verwüsten kann. Ein Konsortium aus schottischen, norwegischen und dänischen Spezialisten reagiert auf diese Bedrohung, indem es DNS-Sequenzen des Parasiten untersucht, um so zu einer effektiveren Diagnostik zu gelangen.

Gesundheit

Gyrodactylus salaris ist ein Parasit, der viele Lachsarten schädigt. Er wächst auf der Haut und Schleimhaut des Wirts und hat zum nahezu vollständigen Verschwinden von jungen Lachsen aus den betroffenen norwegischen Flüssen geführt. Wo die Flüsse von diesem Erreger schwer betroffen sind, wurde die Lachspopulation ausgerottet. Darüber hinaus hat Gyrodactylus salaris einen Rückgang des Wildlachsfangs in Norwegen um 25% verursacht, und er kann auch für andere europäische Lachsarten extrem gefährlich werden. Lachsfang hat nämlich auch eine wirtschaftliche Bedeutung in Ländern wie Großbritannien, Finnland und Russland, und das macht es in ganz Europa immer wichtiger, eine Gyrodactylus-Infektion zuverlässig zu erkennen. Deshalb ist ein praktisch-wissenschaftlicher Rahmen zur Erkennung des Gyrodactylus sowohl in ökologischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht notwendig. In diesem Zusammenhang hat das Konsortium eine auf DNS-Untersuchungen basierende Methode zur Gyrodactylus-Diagnostik entwickelt, die verlässlicher und präziser ist als konventionelle Untersuchungstechniken. Tatsächlich zeigen DNS-Sequenzen von unterschiedlichen Gyrodactylus-Arten Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die sich herausfinden und zur Entwicklung präziserer Tests nutzen lassen. Solche genetischen Tests sind weitaus genauer als mikroskopische. Die Wissenschaftler dieses Konsortiums haben Sequenzen aus der variablen Region V4 des ribosomalen RNA-(rRNA)-Gens für die kleine Untereinheit, das intern transskribierte Zwischenstück (internal transcribed spacer, ITS) der rRNA und das Zwischenstück zwischen den Genen (intergenic spacer, IGS) identifiziert und dargestellt. Anschließend konnten die Unterschiede zwischen den Gyrodactylus-Arten (einschließlich der G. salaris-Arten und ähnlichen) durch Verstoffwechselung amplifizierter ITS durch Restriktionsenzyme identifiziert werden. Auch haben die Forscher die verschiedenen Charakteristika von G. salaris, G. thymalli und anderer Arten mit Hilfe einer Untersuchung der IGS herausgestellt. Außerdem sind die Unterschiede innerhalb der ITS und IGS einer genauen Betrachtung unterzogen worden, und man kam zu dem Schluss, dass diese Variationen keinen signifikanten Einfluss auf die Verwendung dieser Teile des Genoms zum Nachweis der Spezies haben und eingehender erforscht werden müssten. Weil Gyrodactylus als Krankheitserreger das Überleben des Lachses europaweit schwer bedroht, ist die Weiterentwicklung diagnostischer Testmethoden von entscheidender Wichtigkeit. Die genetische Forschung dieses Konsortiums an den Parasiten ist eine solide Grundlage zur Einführung spezifischer diagnostischer Methoden und Techniken.

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