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Electromagnetic compatibility between rolling stock and rail-infrastructure encouraging European interoperability

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Eisenbahn-Interoperabilität ohne Interferenzen

Elektromagnetische Interferenz gilt für die Interoperabilität im Schienenverkehr als ein wesentliches Hindernis, weil jedes Land hierzu seine eigenen Systeme und Gesetze hat. Mit einheitlicheren EU-Standards könnte hier Abhilfe geschaffen werden.

Klimawandel und Umwelt

Die EU ist dabei, mithilfe des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) ihre Vision eines vereinten, interoperablen Eisenbahnsystems umzusetzen. Eine der Initiative, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll, war das EU-geförderte Projekt Railcom ("Electromagnetic compatibility between rolling stock and rail-infrastructure encouraging European interoperability"). Dabei ging es um die Harmonisierung der Störgrenzen für Gleisfreimeldesysteme unter TEN-T und die Regulierung des elektromagnetischen Umfelds von Eisenbahnen hinsichtlich Kommunikation und Überwachung. Railcom untersucht den Zusammenhang zwischen Betrieb und den elektromagnetischen Emissionen, um Interferenzen mit den Kommunikationssystemen zu bewerten und vorherzusagen. Nationale Schranken und Gesetze überwindend führte Railcom intensive Modellierungen und Tests durch, um einheitliche Berechnungsmethoden zu erarbeiten, mit denen einheitliche Störgrenzen für Gleisfreimeldesysteme festgelegt werden können. Auf der Grundlage von mehrtägigen Tests in den Niederlanden und der Schweiz sowie von vorhandenen Messungen aus anderen EU-Ländern führte das Projekt Daten über Fahrleitungsspannung und -strom zusammen. Mithilfe von Computertechnik und einem elektromagnetischen Messsystem wurden Störfrequenzen zugeordnet, woraus eine Wahrscheinlichkeitsverteilung von Spannungen und Strömen pro Frequenz abgeleitet wurde. Diese Berechnungen wurden herangezogen, um eine Toolbox mit gültigen Methoden für die Charakterisierung von Gleisfreimeldesystemen über und unter dem Zug zu erstellen. Es stellte sich heraus, dass die Ergebnisse stark von den Antenneneigenschaften beeinflusst wurden. Anhand dieser und anderer Folgerungen formulierte das Projektteam eine Reihe von Empfehlung und Standards, die in Zeitschriften und auf Konferenzen an die Interessengruppen verbreitet wurden. Dank Railcom und anderer ähnlicher EU-Initiativen ist die Interoperabilität im Eisenbahnverkehr bereits eine Realität, die sich über das TEN-T in verschiedenen europäischen Regionen immer weiter ausbreitet.

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