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Analysis of Neuregulin-1 function in the maturation of cortical GABAergic interneurons: Implications for the etiology of schizophrenia

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Erforschung von Schizophrenie

Schizophrenie geht üblicherweise mit lebenslanger Behinderung, emotionalem Stress, Abhängigkeit von der Pflege durch Angehörige und hohen medizinischen Pflegekosten einher. Da die Krankheit weltweit rund 1% der Bevölkerung betrifft, wird intensiv nach neuen Therapien gesucht.

Gesundheit

Viele Studien legen nahe, dass Schizophrenie durch krankhafte Veränderungen im Gehirn entsteht, die zum Großteil auf genetische Faktoren zurückgehen, obwohl diese noch nicht hinreichend geklärt sind. Jüngste Studien untersuchen die neuronale Aktivität auf der Suche nach den Ursachen für Schizophrenie. Vieles deutet darauf hin, dass im Vergleich zu gesunden Menschen bei Schizophreniepatienten die Signalübertragung – die sogenannte GABAerge Neurotransmission – signifikant gestört ist. Genanalysen in diesem Zusammenhang ergaben, dass Neuregulin-1 (Nrg1) und dessen Rezeptor ErbB4 als Suszeptibilitätsgene und Auslöser von Schizophrenie in Frage kommen. Das EU-finanzierte Projekt GABACORT untersuchte die Funktion des Nrg1/ErbB4-Signalwegs an einem Mausmodell. Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass ErbB4 von GABAergen Interneuronen während der Gehirnentwicklung nach der Geburt spezifisch exprimiert wird. Man geht davon aus, dass Störungen im Nrg1/ErbB4-Signalweg eine Schlüsselrolle im molekularen Mechanismus zukommt, der zur Entstehung dieser psychiatrischen Erkrankung führt. Experimente ergaben, dass bei Mäusen ohne ErbB4 die Anzahl der Synapsen reduziert ist, die von den Chandelier-Zellen (deren Namen sie ihrer spezifischen Form verdanken) gebildet werden. Fehlentwicklungen dieser Zellen gehören zum Krankheitsbild von Schizophrenie. Geforscht wurde auch an der Aktivität von Neuronen und deren Einfluss auf die kognitiven Ausfälle bei schizophrenen Patienten. Daten von GABACORT zufolge könnten Nrg1/ErbB4 interessante Zielmoleküle für potenzielle Therapien abgeben. Damit entwickelte das Projekt ein konkretes Modell als Basis für die künftige Wirkstoffforschung. Die Projektpartner rechnen damit, dass künftige Projekte diese Wirkstoffe zur Patentreife bringen können und stellen auf dieser Basis nun Kontakte zur Pharmaindustrie her.

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