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Modeling and Implementation of Optimal Fiscal and Monetary Policy Algorithms in Multi-Country Econometric Models

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Neue ökonomische Modelle regen zu besseren politischen Strategien an

Es wurden komplexe Modellierungsverfahren und -instrumente entwickelt, die nun den politischen Entscheidungsträgern Hilfestellung bei der Erschaffung einer besseren Finanzpolitik und bei der Stabilisierung der Wirtschaft geben sollen.

Industrielle Technologien

Angesichts der ökonomischen Krise, die nahezu überall in der Welt herrscht, sucht die EU nach hochtechnisierten Möglichkeiten, um ihre Finanzpolitik und die finanzielle Stabilität zu stärken. Das von der EU finanzierte Projekt MONFISPOL (Modeling and Implementation of Optimal Fiscal and Monetary Policy Algorithms in Multi-Country Econometric Models) arbeitete an der Entwicklung leistungsfähiger Modellierungsszenarien, welche die makroökonomische Politik in ungewöhnlichen Situationen, insbesondere bei einer Währungsunion, wie sie in der EU stattgefunden hat, bewerten. Die Projektpartner entwickelten neuartige numerische Instrumente und Rechenalgorithmen, um die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Finanz-, Geld- und Währungspolitik voranzubringen sowie die politische Entscheidungsfindung zu unterstützen. Sie untersuchten, wie gut die Finanzpolitik unter Berücksichtigung der verschiedenen beteiligten Arbeits- und Finanzmärkte die Erschütterungen in der EU abfangen kann, wo viele Länder unter hohen Finanzschulden leiden. Das Projektteam analysierte zur Entwicklung seiner Modelle die internationale Übertragung von Schocks und studierte verschiedene Wechselkursvereinbarungen in Bezug auf makroökonomische Volatilität und Stabilität. Man identifizierte die Aktivposten, die erforderlich sind, um den Regierungen beim Ausgleich der auftretenden Turbulenzen Hilfestellung zu geben. Zudem analysierte das Team Volkswirtschaften, in denen der Konsum durch ausländische Kredite finanziert wurde, womit man die Grenzen inflationsbezogener Strategien für die Industrieländer aufzeigte. Das Projekt entwickelte mit Hilfe seiner neuen Erkenntnisse und Resultate analytische und rechnerische Werkzeuge zum Simulieren und Abschätzen von Modellen unter optimaler Politik. Weitere Tätigkeiten umfassten eine systematische Durchsicht der damit in Beziehung stehenden Literatur sowie die Vorbereitung einer Datenbank makroökonomischer Modelle, die weltweit in politischen Institutionen im Einsatz sind. MONFISPOL erstellte überdies spezielle makroökonomische Modelle, die den Politikgestaltern bei der Realisierung optimaler Entscheidungen in Bezug auf Steuer- oder Geldpolitik eine Hilfe sein können. Diese neu generierte Modelle gaben Aufschluss über die Auswirkungen von Spannungen auf dem Arbeitsmarkt, die Kreditgewährung nach steuerlichen und geldpolitischen Krisen, das optimale Schuldenmanagement, wirtschaftliche Stabilisierungsstrategien und makroökonomische Analyse. In diesem Kontext erstellte das Team eine Datenbank über 30 verschiedene ökonomische Modelle, die online zur Verfügung gestellt wurde und die politischen Entscheidungsträger hervorragend unterstützen könnte. Die Resultate fanden über mehrere Workshops, eine Projektabschlusskonferenz und wissenschaftliche Arbeiten sowie mit Hilfe von Open-Source-Software und einer regen Onlinegemeinschaft Verbreitung. Die von MONFISPOL produzierten Modelle und Instrumente stellen für die Erstellung besserer makroökonomischer Strategien sowie zur Stabilisierung der europäischen Wirtschaft in Zeiten der Wirtschaftskrise einen soliden Schritt nach vorn dar.

Schlüsselbegriffe

Finanzpolitik, Wirtschaftskrise, MONFISPOL, monfispol, Geld- und Währungspolitik, Währungsunionen

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