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The functional significance of soluble amyloid beta (Abeta) oligomers for learning and memory deficits in Alzheimer's disease

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Neue Details zur Alzheimer-Krankheit

Die Ursachen der Alzheimer-Krankheit (die mit fortschreitendem geistigen Leistungsabfall und letztendlich –verlust einhergeht) sind noch weitgehend unbekannt. Um den Krankheitsverlauf aufhalten oder rückgängig machen zu können, müssen vor allem Ausbruch und Frühphase der Erkrankung besser erforscht werden.

Gesundheit

Im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit machen sich Lern-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen bemerkbar. Jüngste In-vitro-Studien hatten gezeigt, dass hier der Abbau von Synapsen eine Rolle spielt, für den lösliche Amyloid-Beta (Abeta)-Peptid-Oligomere verantwortlich sind. Nun sollen die in vitro gemachten Beobachtungen mit dem Alzheimer-typischen kognitiven Leistungsabfall abgeglichen werden. Da sich Veränderungen im Gehirn kaum an lebenden Menschen beobachten lassen, wird die Alzheimer-Pathogenese üblicherweise an Tiermodellen untersucht. Das Projekt ABETACOGNITION führte daher In-vivo-Studien an Mäusen durch. Um zu untersuchen, inwieweit eine Interferenz durch Abeta-Oligomere die kognitive Leistung beeinträchtigt, erfolgten Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Reaktionshemmungstests an transgenen Mausmodellen. Mittels EEG (intrakranieller Elektroenzephalographie) und Elektromyographie wurde dann dokumentiert, welche neuronalen Veränderungen Abeta-Oligomere induzierten. Eine pharmakologische Studie untersuchte zudem, ob es möglich ist, die neuronalen und kognitiven Veränderungen mit dem NMDA-Rezeptor-Antagonisten Memantin und den GABA-Agonisten Tiagabin rückgängig zu machen. Die Verhaltensexperimente zeigten, dass hohe Konzentrationen an Abeta-Oligomeren Funktionen im perirhinalen und präfrontalen Cortex beeinträchtigen. Nach Injektion von Memantin in den perirhinalen Cortex war die Objekterkennung bei den mutierten Mäusen wieder hergestellt, während Tiagabin wirkungslos blieb und die Objekterkennung bei Wildtyp-Mäusen sogar beeinträchtigte. Den Ergebnissen zufolge können präsymptomatische Abeta-Oligomere im Alzheimer-Frühstadium Aufmerksamkeits- und Gedächtnisdefizite auslösen. Außerdem verändern die durch die Oligomere verursachten neuronalen Schäden in vivo das EEG. Beides kann durch Memantin – ein bereits jetzt zur Behandlung der Alzheimer-Symptomatik eingesetztes Medikament - teilweise rückgängig gemacht werden. Selbst die geringste Chance, das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit im Frühstadium aufzuhalten oder rückgängig zu machen, wäre bereits ein großer Fortschritt für die Medizin, der Patienten wie auch Pflegekräfte entlasten und Behandlungskosten senken könnte.

Schlüsselbegriffe

Alzheimer-Krankheit, kognitive Funktion, Lernen, Gedächtnis, Beta-Amyloid-Oligomere, Abeta-Oligomere, neuronale Veränderungen, Memantin, Gedächtnisstörungen

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