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Multilingual democracy experiments in movements: from transnational activists to local decision-makers

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Umsetzung demokratischer Multilingualität

Eine bahnbrechende komparative Auswertung verdeutlichte, wie sprachliche Vielfalt und politische Maßnahmen ein positives Fundament für die Demokratie schaffen können.

Klimawandel und Umwelt

Unterschiede gelten oftmals als Hindernis. Dies ist häufig der Fall, wenn es um sprachliche Unterschiede bei politischen Theorien geht. Unterschiede und Missverständnisse können jedoch als Sprungbrett für eine integrative und effektive Entscheidungsfindung dienen. Folglich können soziale Bewegungen in multilingualen demokratischen Gesellschaften gestärkt werden. Im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts "TRANSLATE DEMOCRACY" wurde ein empirischer Vergleich von Foren und sozialen Bewegungen in Europa und den Vereinigten Staaten durchgeführt. Im Zuge zehn Jahre währender Feldforschungsarbeit konnten viele Erkenntnisse über die Anwendung politischer Maßnahmen auf internationaler und inländischer Ebene gewonnen werden. Am Projekt beteiligt waren das Weltsozialforum sowie zwei Unterabteilungen, das Europäische Sozialforum und das US-amerikanische Sozialforum. Bei dem Experiment wurden lokale urbane demokratische Strukturen in armen mehrsprachigen Gemeinschaften sozial benachteiligter Gruppen und von Einwanderergruppen in Kalifornien berücksichtigt. Ferner wurde im Zuge des Projekts das Thema der Deliberation im Hinblick auf die Zukunft der EU behandelt. Thematisiert wurde außerdem die Politik der USA und im Besonderen Kaliforniens hinsichtlich sozialer Ungleichheiten, Immigration und Wohnsituation. Ein zentraler Erfolg des Projekts war, dass es maßgeblich zur Schließung der bestehenden Lücke zwischen theoretischer Forschung und dem Prozess der demokratischen Konsensfindung beitrug. Die Forschung ermöglicht eine neue Sichtweise auf demokratische Prozesse der Konsensfindung und bietet einen neuen Ansatz für die praxisorientierte politische Forschung. Des Weiteren können Politiker auf Grundlage der Projektergebnisse gewöhnliche Zivilbürger und marginalisierte Gruppen in spezifische Prozesse der Konsensfindung miteinbeziehen. Dieser integrative Ansatz könnte als Modell zur Überwindung von Konflikten und Krisen dienen.

Schlüsselbegriffe

Multilinguale Demokratie, linguistische Vielfalt, politische Umsetzung, soziale Bewegungen, demokratische Gesellschaften, urbane Demokratie, multilinguale Gemeinschaften, sozial benachteiligte Einwanderer, demokratische Deliberation, marginalisierte Grupp

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