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Akkurate politische Strategien für horizontale Zusammenschlüsse sind gefragt

Forscher haben die Kontrollpolitik für horizontale Zusammenschlüsse untersucht, um die Genauigkeit der Umsetzung des Konsumentenwohlfahrtstandards zu verbessern.

Industrielle Technologien

Das Wohl der Verbraucherinnen und Verbraucher setzt sich aus den einzelnen Leistungen zusammen, die aus dem Verbrauch von Waren und Dienstleistungen abgeleitet werden. Ein Zusammenschluss bzw. eine Fusion zwischen Unternehmen in der gleichen Industriebranche gilt als ein horizontaler Zusammenschluss. Das Projekt HM-PP (Advances in horizontal merger policy and selected public policy topics) vertiefte sich in das Thema Unternehmenskonsolidierung, das zwischen Firmen aufkommt, die im selben Geschäftsbereich arbeiten, wenn Wettbewerber gleiche Waren oder Dienstleistungen anbieten. Horizontale Zusammenschlüsse sind in Industriezweigen mit weniger Firmen üblich, da in einer solchen Branche der Wettbewerb tendenziell stärker sowie Synergien und mögliche Marktanteilsgewinne für fusionierende Unternehmen viel größer ausfallen. In kartellrechtlichen Anträgen argumentieren manche, dass das Ziel in einer Maximierung der Konsumentenrente bestehe, während andere argumentieren, dass auch die Vorteile für die Produzenten zu berücksichtigen sind. Nach Angaben der Forscher berücksichtigen die aktuellen Fusionskontrolltaktiken zumeist nicht die strategischen Reaktionen der Firmen auf die Politik. Das Hauptmodell in der Studie wendet ein, dass die Unternehmen sowohl vor als auch nach der Fusion oder einem versuchten Zusammenschluss keine passiven Subjekte der Politik sind. Bei diesem Modell berücksichtigen die Firmen die Fusionskontrollpolitik bei ihren strategischen preis- und nichtpreisbezogenen Entscheidungen sowie insbesondere bei der Produktpositionierung. Im Rahmen dieses Szenarios können die Unternehmen durch erhöhte Produktdifferenzierung auf Fusionsblockade reagieren. Eine derartige Steigerung der Differenzierung gestaltet den Preiswettbewerb weniger streng und lässt die resultierende Fusionsblockadenpreisgestaltung nicht so gering wie erwartet ausfallen. Dieses Modell besagt, dass die Fusionskontrollpolitik, wie sie derzeit umgesetzt wird, Raum für Verbesserungen aufweist. Das Projekt erkundete die optimale Fusionspolitik in Serie theoretisch modellierter Spiele, die immer komplizierter wurden. Hierin bestand die erste Phase des Projekts. Die zweite Phase konzentrierte sich auf empirische Forschungsprogramme zu ausgewählten Themen der Öffentlichkeitspolitik. Ziel war die Sozial- und Wirtschaftspolitik in Europa und weltweit. Zu den berührten Themen zählen Moral Hazard (moralisches Fehlverhalten) in der Krankenversicherung, formale im Vergleich zu informeller Pflege, Verteidigungsausgaben und Sozialunternehmen. Die Forscher schlossen das EU-finanzierte Projekt mit Erfolg ab und verbreiteten die Daten online.

Schlüsselbegriffe

horizontaler Zusammenschluss, das Wohl der Verbraucherinnen und Verbraucher, Konsumentenwohlfahrt, Fusionsrichtlinie, Fusionspolitik, öffentliche Ordnung, Geschäftskonsolidierung, Unternehmenskonsolidierung

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