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Wissenschaft im Trend: Asteroideneinschlag zu ungünstigem Zeitpunkt möglicherweise schuld am Dinosaueriersterben

Das richtige Timing sei alles im Leben, heißt es. Eine neue Forschung hat gezeigt, dass ein 'schlechtes' Timing eines Asteroiden für den Tod der Dinosaurier verantwortlich gewesen sein könnte und damit dem Menschen den Weg bereitet habe.

Die Zeitschrift The Guardian berichtet in dieser Woche über einen Artikel in der Fachzeitschrift Biological Review, der zeigt, dass der Asteroid zu einem Zeitpunkt einschlug, als die Ökosysteme durch einen Verlust der Biodiversität geschwächt waren. Wäre der Asteroid wenige Millionen Jahre früher oder später eingeschlagen, wären die Dinosaurier wahrscheinlich nicht ausgestorben und wir Menschen würden nicht existieren. Die Zeitschrift spricht mit Steve Brusatte, einem Paläontologen an der Universität Edinburgh, der zu einer internationalen Forschungsgruppe gehörte, die die Belege zum Dinosaueriersterben überprüft hat. Er sagt, die Dinosaurier könnten die Katastrophe, die ihre Herrschaft beendete, überlebt haben, wenn der Asteroid zu einem 'passenderen' Zeitpunkt auf der Erde eingeschlagen wäre. Der Asteroid stürzte vor etwa 66 Millionen Jahren ein einem Gebiet auf die Erden, welches heute zu Mexiko gehört. Der Einschlag löste Tsunamis und Erdbeben aus und setzte genügend Hitze frei, um Brände zu verursachen. The Guardian bemerkt: 'Material, das in die Luft geschleudert wurde, kam als saurer Regen nieder, es blockierte das Sonnenlicht und kühlte die Erde dadurch zeitweilig um vielleicht zehn Grad Celsius ab.' Das Magazin Nature berichtet, dass Paläontologen seit Jahrzehnten darüber diskutieren, ob es den Dinosauriern zum Zeitpunkt des Einschlags gut ging oder ob sie bereits am Aussterben waren. Die neue Studie hat ihre Informationen aus einer Datenbank über die globale Dinosaurierdiversität gezogen, die Hunderte Fossilien enthält, die im vergangenen Jahrzehnt entdeckt wurden. In der Zusammenfassung des Artikels wird ausgeführt, dass der Einschlag zu einem Zeitpunkt mit 'reduzierter Diversität großer Pflanzenfresser' stattfand, wodurch 'diese Gemeinschaften ein größeres Risiko für das Aussterben hatten'. Weiter heißt es: 'Das plötzliche Aussterben der Dinosaurier weist auf eine Schlüsselrolle des Bolideneinschlags hin.' In der Zusammenfassung wird allerdings auch eingeräumt, dass es 'die Grobkörnigkeit des Fossiliendatensatzes schwierig macht, die Auswirkungen der vulkanischen Tätigkeit aus dem Decca zu überprüfen'. The Guardian greift diesen Punkt auf, der auf 'riesige Lücken' im Expertenwissen zu den Dinosauriern hinweist: 'Es gibt nur einen Standort, die Hell Creek Felsformation in den Vereinigten Staaten, die sich über die Staaten Wyoming, Dakota und Montana hinzieht, zu dem es einen guten Fossiliendatensatz gibt, der die letzten Jahre der Kreidezeit abdeckt. Um das Bild des Dinosaurierschicksals abzurunden, benötigt man viel mehr Fossilien aus anderen Regionen.' Obwohl der Grund für das Aussterben noch nicht vollständig klar ist, besteht kein Zweifel, dass es plötzlich und in Massen stattfand. Die Studie warnt: 'Dinosaurier sind eine Warnung dafür, dass einstmals dominante Organismengruppen aussterben können und dies auch tun. Sie sind mit vielen anderen Arten in einem der größten Massensterben der Erdgeschichte verschwunden.'Weitere Informationen sind abrufbar unter:http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/brv.12128/abstract;jsessionid=6B482E4DAC0EF7B63D8CFAB6C5B48B6B.f04t03

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