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Stipendiat des europäischen Forschungsrats (ERC) erhält prestigeträchtige Fields-Medaille

Der französisch-brasilianische Mathematiker Artur Avila wurde für seine ‘tiefgreifenden Beiträge’ zur dynamischen Systemtheorie mit der Fields-Medaille ausgezeichnet. Dr. Avila, der in Paris wohnt, ist Stipendiat des europäischen Forschungsrats (ERC) und leitet...

Die Fields-Medaille, die von vielen als Nobelpreis in der Mathematik betrachtet wird, wurde Dr. Avila sowie drei weiteren Mathematikern verliehen: Manjul Bhargava, Martin Hairer und Maryam Mirzakhani. Die Eröffnungszeremonie des internationalen Mathematikerkongresses (ICM) in Seoul, am Mittwoch, dem 13. August. Maryam Mirzakhani schrieb Geschichte, da sie die erste Frau ist, die mit dieser seit beinahe 80 Jahren verliehenen Medaille ausgezeichnet wurde. Diese Medaille ist nur eine von vielen Auszeichnungen, die sich im Trophäenschrank von Dr. Avila befinden. Hierzu zählt etwa der Early Career Award, der Michael Brin Prize und der Herbrand Prize. Von Dr. Avila, der derzeit als Professor am Instituto Nacional de Matemática Pura e Aplicada (IMPA) in Brasilien und als leitender Forscher am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris arbeitet, heißt es, er habe mit der kraftvollen Vorstellung der Renormalisierung als vereinheitlichendem Prinzip ‘das Gesicht seines Forschungsfeldes verändert’. In dem vom ERC finanzierten Projekt QUASIPERIODIC, das im Jahr 2010 gestartet wurde, fokussieren sich Dr. Avila und sein Team auf zwei unterschiedliche Klassen dynamischer Systeme, die eine quasiperiodische Komponente aufweisen. Die Veranstalter des Fields-Preises lobten Dr. Avila vor allem für seinen kooperativen Ansatz und bezeichneten diesen als ‘eine Inspiration für eine neue Generation an Mathematikern’. Neben Dr. Avila sowie zwei weiteren Mathematikern wurde zudem Maryam Mirzakhani, als erster Frau überhaupt, die Fields-Medaille überreicht. Professor Mirzakhani wurde für ihre herausragenden Beiträge zur Dynamik und Geometrie von Riemann-Oberflächen sowie deren Moduli-Räume geehrt. Die Preisveranstalter lobten ihr Werk als ‘bemerkenswert und höchst originell’. Des Weiteren ‘verkörpert [Mirzakhani] eine seltene Mischung aus ausgezeichneten technischen Fähigkeiten, mutiger Zielstrebigkeit, Weitblick und großer Neugier.’ Ferner wurde Manjul Bhargava aus Kanada für die Entwicklung neuer Methoden in der Zahlengeometrie ausgezeichnet, die er zur Zählung von Ringen mit geringem Rang sowie zur Begrenzung des durchschnittlichen Ranges von elliptischen Kurven anwandte. Professor Bhargava wurde als ‘ein Mathematiker von außergewöhnlicher Kreativität’ mit einem Sinn für einfache Probleme von zeitloser Schönheit bezeichnet, die er durch die Entwicklung eleganter und kraftvoller neuer Methoden gelöst hätte, welche tiefgreifende Erkenntnisse böten. Zu guter Letzt wurde der Österreichische Mathematiker Martin Hairer für seine herausragenden Beiträge zur Theorie stochastischer partieller Differenzialgleichungen geehrt, im Speziellen für die Entwicklung einer Theorie mit Regularitätsstrukturen zur Anwendung bei derartigen Gleichungen. Die Preisveranstalter meinten, die Arbeit von Hairer biete Hilfsmittel, um Probleme anzugehen, die bisher als unlösbar gegolten hätten. Lob fand seine ‘überragende technische Fachkompetenz’ sowie seine ‘tiefe Intuition für physikalische Probleme’. Die Fields-Medaille wird einmal alle vier Jahre von der internationalen mathematischen Union an Ausnahmetalente verliehen, die nicht älter als 40 Jahre sind. Es finden herausragende mathematische Beiträge zu bestehenden Forschungsarbeiten sowie für die Zukunft vielversprechende Leistungen Berücksichtigung. Bei der Veranstaltung werden jeweils zwischen zwei und vier Preise verliehen.Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://www.mathunion.org/general/prizes/2014/

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