Skip to main content

Article Category

Nachrichten

Article available in the folowing languages:

Warum der offene Zugang zum Wissen gut für europäische Forschung ist

Durch die EU finanzierte Forscherinnen und Forscher treffen sich im Januar in Athen zum Austausch darüber, wie ein uneingeschränkter offener Zugang zu wissenschaftlicher Forschung am besten erleichtert werden kann.

Das Endergebnis von RECODE, einem bahnbrechenden EU-finanzierten Projekt, das den offenen Zugang zu Daten in ganz Europa anregen will, wird Ende Januar 2015 auf einer Konferenz in Athen zur Diskussion kommen. Forscher werden in der Lage sein, die Machbarkeit - und die potenziellen sozialen und wirtschaftlichen Vorteile - eines einfacheren Zugangs zu brandaktuellem Wissen zu bewerten. Beim offenen Zugang (Open Access) geht es um die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Forschung, die durch Experten wissenschaftlich begutachtet wurde. Diese effiziente und kostenwirksame Strategie kann Europa helfen, die Exzellenz in der Wissenschaft zu erhalten, indem Forscher in die Lage versetzt werden, ohne Einschränkungen über die Erkenntnisse anderer Forscher nachlesen und auf diesen aufbauen zu können. In den letzten Jahren unterstützen nationale und internationale Institutionen zunehmend den offenen Zugang zu Publikationen und Forschungsdaten. Weiterhin wurde die Entwicklung des offenen Zugangs durch technologische Fortschritte unterstützt, die neue Möglichkeiten für die Kommunikation und Zusammenarbeit unter Wissenschaftlern eröffnet haben. Durch Open Access kann auch die Öffentlichkeit - der Steuerzahler - die Ergebnisse ihrer Investitionen einsehen. Ein großer Anteil der wissenschaftlichen und medizinischen Forschung wird schließlich aus öffentlichen Mitteln bezahlt. Außerdem bedeutet offener Zugang, dass Lehrer und Schüler/Studierende Zugriff auf die neuesten Forschungsergebnisse weltweit haben. Das Projekt RECODE (Policy Recommendations for Open Access to Research Data in Europe) wurde 2013 auf den Weg gebracht, um den Bedarf am Aufbau und der Unterstützung einer Infrastruktur für den offenen Zugang anzuerkennen, und um europäischen Interessengruppen ein Forum zur Zusammenarbeit an gemeinsamen Lösungen zu bieten. Das Endergebnis ist eine Reihe von strategischen Empfehlungen zur Unterstützung des offenen Zugangs, die sich an Regierungen und Forschungsgeldgeber, Forschungseinrichtungen, Datenmanager und Verleger richten. Diese Empfehlungen werden im Januar in Athen offiziell vorgestellt. Dem Projekt ist es gleichermaßen gelungen eine breitere Debatte über den offenen Zugang zu Forschungsdaten anzustoßen. Zu den in Athen zu erörternden Hauptthemen gehören auch bewährte Verfahren der Datenwiederverwendung, offene Forschungsdaten und Forschungskulturen, staatliche Daten sowie künftige Entwicklungen im Bereich des offenen Zugangs. Die Weitergabe guter Arbeitspraktiken wird zur Reduzierung von Kosten beitragen, wenn der offene Zugang über die Nutzung bestehender Modelle als Grundlage gewährt wird. Das Projektteam von RECODE erkannte überdies, dass der Übergang zum offenen Zugang sowohl Investitionen als auch eine Veränderung der Forschungskultur erforderlich macht. Um dies zu erreichen, hat RECODE bestehende Netzwerke, Gemeinschaften und Projekte zusammengeführt, um verschiedene Herausforderungen anzugehen und zusammen an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten. Zu diesen Herausforderungen gehören die Wertvorstellungen der Interessengruppen, rechtliche und ethische Bedenken, die Infrastruktur sowie technologische und institutionelle Herausforderungen. Viele dieser Organisationen befassen sich bereits mit den Haupthürden, die dem offenen Zugang im Wege stehen, jedoch arbeiten sie meist isoliert oder nur mit eingeschränkten Kontakten zueinander. RECODE hat europäischen Interessengruppen, die sich für den offenen Zugang zu Forschungsdaten interessieren, einen Raum geschaffen, um zusammenzuarbeiten. Die Konferenz im Januar wird vom Nationalen Dokumentationszentrum organisiert und findet in der National Hellenic Research Foundation im Zentrum Athens statt. Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://recodeproject.eu/

Länder

Griechenland