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Widerstandskraft der Küsten gegen Stürme und Hochwasser stärken

EU-finanzierte Forscher entwickeln ein Online-Toolkit, das verschiedene Küstenregionen bei der Vorhersage und Prävention von Überschwemmungen und Stürmen unterstützen soll.

Küstenstürme, steigende Meeresspiegel und Überschwemmungen sind eine sehr reale physische und wirtschaftliche Bedrohung, mit der sich die EU befassen muss. Vor diesem Hintergrund hat es sich das RP7-finanzierte Projekt RISC-KIT als Ziel gesetzt, genaue Vorhersagen und Prognosen von küstennahen Stürmen zu ermöglichen, sowie die Maßnahmen zur Katastrophenprävention zu optimieren. Um die Botschaft möglichst weit zu verbreiten, wurden neue, kürzere Versionen einer RISC-KIT-Stellungnahme (auf Englisch) veröffentlicht und ins Bulgarische, Französische, Spanische, Schwedische, Niederländische und Deutsche übersetzt.   Diese Dossiers beschreiben, wie wichtig es ist, Strategien für die Katastrophenvorsorge zu entwickeln, um die Widerstandskraft der Küsten zu erhöhen. Sie enthalten Informationen auf nationaler und lokaler Ebene und liefern konkrete Beispiele für Küstengebiete, wo die Projektergebnisse derzeit umgesetzt werden. Diese Dokumente sollten den Behörden für Katastrophenvorhersage und -schutz, der Küstenverwaltung, lokalen Regierungen, den Mitgliedern der Gemeinschaft, NRO, der breiten Öffentlichkeit und Wissenschaftlern spürbar zugutekommen.   Ein Drittel der EU-Bevölkerung lebt weniger als 50 km von der Küste entfernt und dort werden schätzungsweise 30 % des gesamten EU-Bruttoinlandsprodukts (BIP) erzeugt. Allein der wirtschaftliche Wert der europäischen Küstengebiete bis zu 500 Meter ins Meer hinein wird auf 500 bis 1000 Milliarden EUR geschätzt.   Tatsächlich werden die Kosten der Untätigkeit angesichts von Küstenstürmen, steigendem Meeresspiegel und Überschwemmungen bis 2020 mit 6 Milliarden EUR veranschlagt, was deutlich höher als die Kosten liegt, welche die Umsetzung von Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen jährlich verursachen würden. Tatsächlich könnten durch entsprechende Maßnahmen sogar Nettoleistungen von bis zu 4,2 Milliarden EUR geschaffen werden.   Und hier tritt RISC-KIT auf den Plan. Bis 2017 wird das Projekt ein Open-Source- und Open-Access-Toolkit bereitstellen, das Verfahren und Managementansätze zur Reduzierung von Risiken und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber schweren Wetterereignissen in den Küstenregionen umfasst.   Diese Werkzeuge umfassen den Coastal Risk Assessment Framework (CRAF), mit dem sich derzeitige und zukünftige Hotspots hinsichtlich der an Küsten bestehenden Risiken für verschiedene Katastrophen im regionalen Maßstab schnell bewerten lassen, zusammen mit einer Küstenrisikodatenbank für aktuelle und vergangene sozioökonomische und physikalische Daten. Ingesamt werden diese Produkte dazu beitragen, die Kapazitäten für Prognose, Vorhersage und Frühwarnung zu verstärken, die Bewertung der langfristigen Risiken an Küsten zu verbessern und die Mischung aus Prävention, Eindämmung und Vorsorgemaßnahmen zu optimieren.   Indem die verschiedenen Möglichkeiten bewertet werden, wie die Gemeinden Naturkatastrophen wahrnehmen und darauf reagieren, konzentriert sich das Projekt auch auf die soziale Komponente des Klimawandels in den Küstengebieten. Zu diesem Zweck erstellte RISC-KIT einen Bericht, der sozioökonomische, kulturelle und physikalische Daten von zehn europäischen Küstenfallstudien und einem Standort in Bangladesch umfasst. Erste Ergebnisse unterstreichen den Einfluss der sozioökonomischen, kulturellen und politischen Unterschiede auf die ergriffenen Maßnahmen zur Risikominderung und zur Verhütung von Katastrophen.   Mit zunehmendem Verständnis für diese Vielfalt wird RISC-KIT durch engere Zusammenarbeit mit lokalen Endnutzern und Interessengruppen in der Lage sein, ein erfolgreicheres Gefahrenmanagement zu schaffen und die Risikoabwehr in den Küstengebieten zu verbessern.   Weitere Informationen unter:   RISC-KIT http://www.risckit.eu/np4/home.html

Länder

Niederlande

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