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CORDIS Express: Warum Wissenschaft und Tiere nicht ohne einander auskommen

In dieser Woche beleuchtet CORDIS Express die wichtige Rolle von Tieren in allen Stadien des wissenschaftlichen Forschungsprozesses.

Eine allgemeine Vorstellung von Wissenschaft ist oft synonym mit Labors, künstlichen Experimenten und aufregenden neuen Technologien, die im menschlichen Erfindungsgeist wurzeln. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. In Wirklichkeit sind die meisten Erkenntnisse von der Natur inspiriert oder konzentrieren sich auf diese - seien es natürliche Phänomene, Pflanzen oder Tiere. In dieser Woche wird sich CORDIS Express auf letztere konzentrieren. Der Einfluss von Tieren auf die Wissenschaft ist überwältigend und kann in allen Stadien der wissenschaftlichen Prozesse beobachtet werden. Zunächst geht es um Beobachtung und Analyse: das Verhalten von Tieren und ihre Fähigkeit, sich an ihre Umgebung anzupassen, haben europäische Forscher seit Jahrhunderten inspiriert. Das wurde nun in ein Projekt übertragen, das sich mit den Mechanismen hinter der Frage, weshalb bewegte Tarnmuster Raubtiere abschrecken, befasst oder mit einer Expedition, die die Reaktion von Korallen auf den Klimawandel untersucht. Doch manchmal kann eine Analyse von tierischen Produkten, wie Schweinemist ebenfalls der Schlüssel für Fortschritte in verschiedenen Sektoren, wie Energie oder Düngemittel, sein. Dazu kommen die biologischen Ähnlichkeiten mit dem Menschen, weshalb diese der Schlüssel zum Testen der Wirksamkeit neuer und möglicherweise bahnbrechender Medikamente sind. In dieser Woche wird dieser Beitrag anhand eines Projekts illustriert, das ein neues Medikament zur Behandlung von Frühgeburtenerblindung entwickelt, dessen Abschluss nicht ohne Versuche an Tiermodellen möglich wäre, sowie anhand einer Kooperationsanstrengung, um die Multiple-Sklerose-Forschung anhand des Studiums an Zebrafischen voranzubringen. Diese und andere Vorteile – wie unsere Abhängigkeit von bestimmten Tierarten, wie etwa Bestäubern, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, und dabei nicht unsere Umwelt zu zerstören – reichen aus, um zu erklären, weshalb Industrie, Wissenschaftler und Regierung bereit sind, Zeit, Geld und Energie zu investieren, um die Gesundheit von Tieren und ihre Produktivität zu verbessern. Unter dem RP7 gehören zu diesen Initiativen ein Projekt, um das Leiden von Tieren im Labor zu lindern, eine genetische Analyse von Tierfutter, um Fragen der Futtermittelqualität anzugehen und die Errichtung eines Netzwerks, um Forschung rund um Tierinfektionen zu koordinieren. All diese Forschungsbemühungen sind für den Fortschritt der Wissenschaft, für den Anbruch einer achtsamen und umweltfreundlichen Gesellschaft und für die langfristige Nachhaltigkeit unserer Lebensstile erforderlich. Und da nun relevante Horizont 2020-Projekte überall in Europa auf den Weg gebracht werden, ist sicher, dass Tiere auch in den kommenden Jahren weiterhin eine Priorität der durch die EU geförderten Forschung bleiben werden.

Länder

Belgien