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EU-Wissenschaftler reiten auf der nächste Welle erneuerbarer Energiequellen

Die durch die EU finanzierten Forscher von CEFOW stehen bereit, eine Wellenenergietechnologie der Spitzenklasse unter echten Meeresbedingungen zu testen.

Ozeane bedecken rund 71 % der Erdoberfläche und sind als eine Quelle für saubere und erneuerbare Energie noch nicht erschlossen. Erste Demonstrationen haben bereits gezeigt, dass Wellenenergie durch schwimmende Energieumwandler gewonnen werden kann. Jetzt wollen Wissenschaftler diese Technologie in einem viel größeren Maßstab gründlich testen, um zu sehen, ob das Konzept auch tatsächlich machbar ist und ob die Hardware unter den rauen Bedingungen auf See mehrere Jahre lang funktionieren kann. So lauten die Hauptziele des durch die EU finanzierten Projekts CEFOW (Clean Energy from Ocean Waves), das im Juni 2015 mit einer Laufzeit von fünf Jahren auf den Weg gebracht wird. Mit einem Gesamtbudget in Höhe von 24,7 Mio. EUR, wovon die EU etwa 17 Mio. EUR bereitstellt, hofft CEFOW eindeutig zu zeigen, dass Wellenenergie eine kosteneffektive und effiziente Ergänzung des Energiemixes von Europa sein kann. Das Projekt beginnt nicht bei Null. Die Teammitglieder werden Zugang zu einem bestehenden Wellenenergieversuchszentrum, Wave Hub, haben, das vor der Nordküste von Cornwall im Vereinigten Königreich liegt und die notwendige Infrastruktur bereitstellt. Außerdem wurde die Energieumwandlertechnologie, die in diesem Projekt eingesetzt werden soll, bereits in Schottland getestet und sich unter realen Bedingungen als machbar erwiesen. Diese Technologie umfasst einen neuen Konvertertyp, die sogenannte Pinguin-Wasserkraftanlage, die aus industriellen Standardbauteilen aufgebaut ist und einen Generator enthält, der normalerweise bei Windkraftanlagen zum Einsatz kommt. Mit diesem Konverterkonzept soll eine skalierbare Fertigung mithilfe bestehender Verfahren ermöglicht werden. Deshalb will das CEFOW-Projekt auf dem bisherigen Fortschritt aufbauen und die Entwicklung und den Einsatz von Wellenenergie weiterbringen. Vom Test dieser Technologie unter realen Meeresbedingungen erhofft sich das Team, die Hardware im Projektverlauf zu optimieren und zu verbessern. Das Konsortium hat sich das Ziel gesetzt, die Leistung der Wellenenergiekonverter um 50 % zu verbessern und neue Formen der dynamischen Verankerung zu entwickeln. Außerdem will das Konsortium verschiedene Aspekte der Wellenenergieversorgungskette zusammenbringen, um das notwendige Supportnetz für künftige größere Wellenenergieprojekte aufzubauen. Das Projekt wird auch die Machbarkeit von bord- und landgestützten Energiespeicherlösungen untersuchen und intensive mehrjährige Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstudien durchführen. Außerdem werden die Forscher im Verlauf des Projekts auch mit lokalen Fischern zusammenarbeiten, um zu bewerten, wie die Vorrichtungen mit dem Meeresökosystem interagieren. Indem jeder mögliche Aspekt der Wellenenergieerzeugung betrachtet wird, will CEFOW eine Schlüsselrolle dabei spielen, dass die EU ihre ehrgeizigen erneuerbaren Energieziele für 2020 erreicht. Diese drei als „20-20-20“ bekannten Hauptziele beinhalten bis 2020: eine Senkung der Treibhausgasemissionen der EU im Vergleich zu den Werten von 1990 um 20 %, eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Quellen am Energieverbrauch der EU um 20 % und die Verbesserung der Energieeffizienz der EU um 20 %. Die Entwicklung einer kosteneffizienten Wellenenergietechnologie könnte sich für die EU als entscheidend in ihrem Kampf gegen den Klimawandel erweisen. Sie könnte ihre Energiesicherheit erhöhen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

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Finnland

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22 Dezember 2016