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Gezeitenturbine kündet von dynamischer Zukunft für Energie aus dem Meer

Die Montage einer schwimmenden Gezeitenturbine bringt EU-Forscher einem wirtschaftlich nachhaltigen Meeresenergiesektor einen Schritt näher.

Eine im Maßstab verkleinerte schwimmende Gezeitenturbine wurde mit Erfolg vor den schottischen Orkney-Inseln zu Wasser gelassen. Dieser Erfolg stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung eines funktionierenden europäischen Meeresenergiesektors dar. Dieses Pilotprogramm wird es Forschern ermöglichen, den Wartungsbedarf von Offshore-Turbinen besser zu verstehen und Erfahrungen zum Betrieb dieser Anlagen auf See zu sammeln. Die Initiative wurde durch das MARINET-Projekt ermöglicht, das über das RP7 finanziert wurde. Sie ist der erste Schritt zum Test eines Prototyps im Originalmaßstab, einer derzeit im Bau befindlichen 42 Meter langen und 350 Tonnen schweren Turbine. Hier ist die Montage für das kommende Jahr geplant. Die EU steckt erhebliche Mengen an Ressourcen in erneuerbare Energien wie auch Wellenenergie- und Gezeitenstromkonverter sowie Offshore-Windkraftwerke, um die Umweltauswirkungen durch die Nutzung fossiler Brennstoffe einzudämmen und mehr Energiesicherheit zu gewährleisten. Diese beiden Themen stehen ganz oben auf der politischen Agenda. Die an MARINET beteiligten Forscher sind zuversichtlich, dass Energie aus dem Meer dazu beitragen kann, diese Herausforderungen zu meistern, und gleichzeitig neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Ein Problem dabei ist jedoch, dass sich dieser Sektor noch weitestgehend im vorkommerziellen Stadium befindet. Die für eine angemessene Entwicklung des Sektors erforderlichen Ressourcen und die vorhandenen finanziellen Risiken sind erheblich. Das Ziel des MARINET-Projekts, das etwa 9 Millionen EUR an Finanzmitteln erhält, ist es, die Partner aus Europa in einer koordinierten Forschungsanstrengung zusammenzubringen, um Doppelarbeit zu vermeiden, die Entwicklung zu beschleunigen und Qualitätsforschung zu unterstützen. Die Montage dieser schwimmenden Turbine, die von der Gezeitenturbinenfirma Magallanes aus Spanien durchgeführt wurde, ist geradezu ein Paradebeispiel. Diese Initiative wäre ohne die Unterstützung von Partnern in anderen Mitgliedstaaten nicht möglich gewesen. So wurde etwa ein Prototyp im Maßstab 1:10 am Teststandort Shapinsay Sound des European Marine Energy Centre (EMEC) im Vereinigten Königreich installiert. EMEC gehört zu den Projektpartnern von MARINET. Ziel des Projekts ist es, das Testen insbesondere für kleinere Organisationen zu optimieren und zu erleichtern, indem kostenloser Zugang zu Testanlagen von Weltklasse wie dieser gewährt wird. Das ist ein Beispiel dafür, wie MARINET, das bis 2015 laufen wird, Forschungsanlagen und technisches Fachwissen aus ganz Europa zusammenführt. Neben dem kostenlosen Zugang hat MARINET auch zum Networking des Sektors und zur Weiterbildung durch Benutzerworkshops, zum Mitarbeiteraustausch und kostenlosen Weiterbildungskursen beigetragen, um Gelegenheiten für die Zusammenarbeit, Joint Ventures und die Entwicklung von Expertise anzubieten. Endergebnis ist ein koordiniertes Netzwerk europaweiter Ressourcen und Experten, die für die Energieforschung im Meer bereitstehen. MARINET wird vom University College Cork in Irland koordiniert. Es umfasst insgesamt 44 spezialisierte Meeresforschungsanlagen von 29 Partnern aus 11 EU-Ländern und Brasilien, einem RP7-Partnerland. Die Ressourcen sind in vier spezifische Forschungsgruppen aufgeteilt - Wellenenergie, Gezeitenenergie, Offshore-Windenergie sowie Umweltdaten und übergreifende Themen. Langfristig soll die Entwicklung eines lebensfähigen europäischen Energiesektors auf der Basis erneuerbarer Energie aus dem Meer sichergestellt werden. Weitere Informationen sind abrufbar unter: MARINET http://www.fp7-marinet.eu/

Länder

Irland

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