Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2022-12-02

Article available in the following languages:

EU muß das Potential der Informationsgesellschaft optimal nutzen

Die Europäische Union muß die Beschäftigungsmöglichkeiten, die gegenwärtig durch die Informationsgesellschaft (Information Society, IS) geschaffen werden, optimal nutzen, ein Scheitern würde bedeuten, daß Europa im Hinblick auf Arbeitsplätze, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit ...

Die Europäische Union muß die Beschäftigungsmöglichkeiten, die gegenwärtig durch die Informationsgesellschaft (Information Society, IS) geschaffen werden, optimal nutzen, ein Scheitern würde bedeuten, daß Europa im Hinblick auf Arbeitsplätze, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit einen hohen Preis bezahlen müßte. Dies ist die Schlußfolgerung eines Berichts der Europäischen Kommission an der Ministerrat mit dem Titel "Beschäftigungsmöglichkeiten in der Informationsgesellschaft", der die drei wichtigsten Aktionsbereiche identifiziert und Empfehlungen an die Mitgliedstaaten ausspricht. Eine der größten Herausforderungen an das Fünfte Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (FTE) ist, die Beseitigung der Arbeitslosigkeit in Angriff zu nehmen, die gegenwärtig bei 11% liegt. Die Staats- und Regierungschefs gaben während des "Beschäftigungsgipfels" im November 1997 in Luxemburg einen Bericht über die Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen der IS in Auftrag. Der von der Kommission angenommene Bericht kommt zu dem Schluß, daß die Beschäftigungsaussichten in dem IS-Sektor günstig sind - aber nur, wenn Europa entschlossen handelt, um das Potential dieser rapide wachsenden Industrie zu nutzen, die sich ständig verändert. Nach Ansicht der Kommission erfordere dies erhöhte Bemühungen zur Förderung einer Unternehmenskultur in der Europäischen Union, die Entwicklung eines flexiblen doch robusten politischen Rahmens und gesteigerte Investitionen in die Beschäftigungseignung und Anpassungsfähigkeit der Menschen, um all dies Wirklichkeit werden zu lassen. Daher fordert der Bericht konzertierte Aktionen auf allen Ebenen, um dieser Herausforderung zu begegnen, und schlägt einen Zeitplan für die Überwachung und Bewertung des erzielten Fortschritts vor. Die IS ist rasch einer der größten und am schnellsten wachsenden Bereiche der europäischen Wirtschaft geworden, der bereits 5% des BIP der EU ausmacht. Unternehmen, die IS-Verfahren berücksichtigen, schaffen neue Arbeitsplätze, neue Möglichkeiten, neue Produkte und neue Dienstleistungen und tragen zum allgemeinen Wachstum sowie zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Dem Bericht zufolge, steht der IS-Sektor mit vier Millionen Beschäftigten an führender Stelle des Beschäftigungswachstums in Europa. Zwischen 1995 und 1997 wurden mehr als 300.000 neue Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Informationsgesellschaft geschaffen. Aber trotz dieser positiven Aspekte weist der Bericht auf einige beunruhigende Anhaltspunkte hin, die zeigen, daß die EU das IS-Potential nicht optimal nutzt. Ende 1998 waren mehr als 500.000 freie Stellen in der Informations- und Kommunikationstechnologie aufgrund mangelnder Fähigkeiten unbesetzt. "Diese Problem muß dringend angegangen werden," sagt die Kommission. Der Bericht legt nahe, daß Maßnahmen in den folgenden drei Bereichen ergriffen werden: - Die EU muß mehr tun, um eine Unternehmenskultur zu entwickeln, um so ein Umfeld zu schaffen, in dem neue Ideen, neue Unternehmensgründungen, neue Produkte und neue Dienstleistungen gedeihen können; - Organisatorische Veränderungen und Anpassungsfähigkeit sind eine unbedingte Voraussetzung, falls das Potential der neuen Technologien voll genutzt werden soll, um die Produktivität zu verbessern, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und die Kreativität und Innovation der Beschäftigten freizusetzen; - Fähigkeiten und technische Kenntnisse müssen gesteigert werden, falls das volle Beschäftigungspotential maximal genutzt werden soll. Die wichtigsten Empfehlungen der Kommission an die EU-Mitgliedstaaten sind wie folgt: - Die Mitgliedstaaten sollten bis Juni 1999 ihre umfassenden nationalen IS-Strategien unterbreiten; - Der schnellen Umsetzung der direkt mit IS verbundenen EU-Initiativen sollte höchste Priorität beigemessen werden. Das gilt vor allem für die Bereiche Telekommunikation, den audio-visuellen Sektor, E-Commerce, Risikokapital, Forschung und Entwicklung, Beschäftigung und Ausbildung, Kohäsion und internationale Angelegenheiten; - Die IS-Industrien müssen eine führende Rolle einnehmen; - Die Sozialpartner werden eingeladen, ihren Beitrag durch Entwicklung eines Rahmens für die Modernisierung zu leisten, der die Förderung der Einführung neuer Technologien und neuer Arbeitsorganisation in den wissensbasierten Industrien ermöglicht. Die Kommission wird all diese Beiträge zur öffentlichen Beratung auf dem Europa Server zur Verfügung stellen. Für die Sitzung des Europäischen Rats in Helsinki im Dezember 1999 wird ein Bericht über den im Zusammenhang mit den Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen erzielten Fortschritt erstellt.

Mein Booklet 0 0