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Notfunksender der nächsten Generation nutzen Galileo-satellitengestützte Such- und Rettungsmöglichkeiten

Eine EU-Initiative hat die Verbesserung am Körper getragener Notfunksender ermöglicht, die eine bessere Abdeckung, Verlässlichkeit und Positionsgenauigkeit bieten, um Leben zu retten.

Industrielle Technologien

Notfunksender, die von Schiffen, Fluglinien und Wanderern seit mehr als vier Jahrzehnten genutzt werden, spielen bei Such- und Rettungseinsätzen eine entscheidende Rolle. Diese Sender können in lebensbedrohlichen Situationen aktiviert werden und helfen weltweit bei der Lokalisierung von Menschen in Notlagen. Dank des EU-finanzierten Projekts HELIOS (Second Generation Beacon for GALILEO/EGNOS EGNSS Search And Rescue applications) werden am Körper getragene Notfunksender von einer besseren Genauigkeit in der Positionsbestimmung profitieren. Diese Notfunksender sind Handgeräte, die zum Einsatz kommen, wenn Personen in Not sind und normale Notdienste wie z. B. die Polizei unerreichbar sind. Projektkoordinator Orolia führte vor Kurzem die verbesserten Notfunksender McMurdo FastFind 220 und Kannad SafeLink Solo ein, welche laut dem Nachrichtenabschnitt der Projektwebsite das globale Satellitennavigationssystem (GNSS) Galileo beinhalten. In einer Pressemitteilung auf der Website der Agentur für das Europäische GNSS (GSA) heißt es: „Multikonstellationsfähige Orolia-Notfunksender mit einem breiten Satellitenspektrum bieten eine erhöhte globale Abdeckung und unterstützen beschleunigte Rettungseinsätze. Die Positionsbestimmung ist präziser, da die Notfunksender sowohl von Galileo- als auch von den GPS-Konstellationen [globales Positionsbestimmungssystem] Koordinaten empfangen, und Signale selbst an schwierigen Standorten wie z. B. Schluchten erkannt werden können.“ Die nächste Generation für die Anwendung bei Such- und Rettungseinsätzen In der gleichen Pressemitteilung wird GSA Direktor Carlo des Dorides mit den Worten zitiert: „Die Tatsache, dass dies der erste Galileo-fähige am Körper getragene Notfunksender ist, ist schon für sich genommen ein signifikanter Meilenstein.“ Das System für Such- und Rettungseinsätze in mittlerer Erdumlaufbahn (MEOSAR), das die Galileo-Satelliten beinhaltet, bietet laut Angaben der Europäischen Kommission eine „nahezu augenblickliche globale Abdeckung mit präziser unabhängiger Positionsbestimmung“. MEOSAR ist Teil des internationalen Programms Cospas-Sarsat, das seit seinem Start im Jahr 1982 zur Rettung von mehr als 43 000 Leben beigetragen hat. Cospas-Sarsat umfasst auch Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn (LEO), die das LEOSAR-System bilden, und Satelliten in geostationärer Erdumlaufbahn (GEO), die das GEOSAR-System darstellen. Das Projekt HELIOS wurde laut der Projektwebsite ins Leben gerufen, um eine neue Reihe von Notfunksendern zu entwickeln, „darunter ein Notsender, eine Notfunkboje, ein am Körper getragener Notfunksender und die damit verbundenen Antennen, die allesamt den internationalen Standards von Cospas-Sarsat entsprechen“. „Diese neuen Notfunksender sind vollständig mit der satellitengestützten Detektion von Notalarmen für Such- und Rettungseinsätze kompatibel“, und ebenso mit MEOSAR, Galileo und GNSS. Die Integration einer Rückmeldungsübertragung in den Galileo-Dienst für Such- und Rettungseinsätze, um Absender davon in Kenntnis zu setzen, dass die Notfallmeldung empfangen worden ist, wird ebenfalls ein weiteres wichtiges Merkmal von Notfunksendern der nächsten Generation sein. Notsender werden zum Senden von Flugzeugnotsignalen verwendet, während Notfunkbojen typischerweise bei einem Notfall auf offenem Meer zur Benachrichtigung von Such- und Rettungsdiensten zum Einsatz kommen. Die Projektpartner hoffen laut der Projektwebsite, dass der Notsender, der die Anforderung der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation für weltweite Not- und Sicherheitsfunksysteme im Luftfahrtbereich erfüllt, „beginnend ab dem 1. Januar 2021 auf neue Flugzeuge mit einer Startmasse von mehr als 27 000 kg anwendbar ist“. Weitere Informationen: HELIOS-Projektwebsite

Länder

Frankreich

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