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Ein neuartiger Ganzkörperscanner trägt zu einer Revolution in der Krebsdiagnose bei

Wissenschaftler haben eine neue Art von Magnetresonanzbildgebungstechnik (MRT) entwickelt, die Ärzte mit zuverlässigeren Informationen über Brustkrebs versorgt.

Gesundheit

Brustkrebs zählt unter Frauen zu den führenden krebsbedingten Todesursachen. Laut der Weltgesundheitsorganisation starben daran 2018 etwa 627 000 Frauen, was etwa 15 % aller Krebstodesfälle unter Frauen ausmacht. Die Früherkennung ist entscheidend, um die Ergebnisse und das Überleben bei Brustkrebs zu verbessern. Dank verschiedener Bildgebungstechniken wie z. B. Mammographie und MRT hat es in den vergangenen Jahren an dieser Front erhebliche Fortschritte gegeben. Durch das EU-finanzierte Projekt IDentIFY (Improving Diagnosis by Fast Field-Cycling MRI) unterstützte Wissenschaftler haben ihren Blick jetzt darauf gerichtet, nicht nur die Diagnose von Krebs, sondern auch von anderen Erkrankungen wie Osteoarthritis zu verbessern. Ein Team von der Universität Aberdeen lud laut einer Pressemitteilung vor kurzem gesunde Frauen aus Aberdeen und Aberdeenshire dazu ein, bei der Erprobung und Kalibrierung eines neuen MRT-Scanners namens „fast field-cycling MRI“ (FFC-MRI) mitzuhelfen. Das Team hofft, dass die Technologie in einer früheren Diagnose von Brustkrebs resultiert. In der gleichen Pressemitteilung heißt es, die Maschine nutze „ein schwaches, schaltbares Magnetfeld neben Radiowellenpulsen zur Erzeugung von Daten über subtile Veränderungen im Körpergewebe. Dies wird vor allem hilfreich sein, um mithilfe des FFC-MRI-Scanners festzustellen, wie sich das Erscheinungsbild von Brustgewebe während des Menstruationszyklus verändert.“ Freiwillige werden gebraucht Durch die Teilnahme von gesunden weiblichen Freiwilligen, die während ihres Menstruationszyklus drei separate Brustscans durchlaufen, werden die Forscher ein klares Datenprofil für normales Brustgewebe erhalten. Hierdurch können früheste Krankheitsanzeichen einfacher entdeckt werden In dem gleichen Dokument sagt Koordinator von IDentIFY Prof. David Lurie: „Teilnehmer werden bei der Weiterentwicklung dieser neuen Technologie eine entscheidende Rolle spielen, da sie uns dabei helfen, die Marker von gesundem Brustgewebe präziser zu verstehen.“ Eine richtungsweisende Änderung im MRT-Bereich Als neue Diagnosetechnik unterscheidet sich FFC-MRI von konventionellen MRT-Scannern. Dies liegt daran, dass der FFC-MRI-Scanner im Gegensatz zu traditionellen MRT-Geräten, bei denen das angewandte Magnetfeld während der Bildaufnahme stabil gehalten werden muss, sein Magnetfeld ändern kann, wodurch die zu jedem Patienten erhobenen Daten eine weitere Dimension erhalten. Auf der IDentIFY-Projektwebsite wird erläutert: „Durch absichtliches Umschalten des Magnetfelds während der Erhebung von MRT-Bildern haben wir Zugang zu radikal neuen Typen von endogenem Kontrast. Dieser neue Kontrast hat starkes Potenzial in der Diagnose und Überwachung eines breiten Krankheitsspektrums.“ Das IDentIFY-Projekt wurde mit dem generellen Ziel eingerichtet, die bestehende FFC-MRI-Technologie soweit zu verbessern, dass sie als routinemäßiges Instrument für klinische Anwendungen verwendet werden könnte. Die Projektpartner sind davon überzeugt, dass ihre Technik zu neuen quantitativen Biomarkern für Erkrankungen führen wird. Dies wird die klinische Diagnose, Behandlungsentscheidungen und Überwachung verbessern. Die neue Technologie wird auch für Hersteller von medizinischen Bildgebungsgeräten und dazugehörigen elektronischen Geräten von Nutzen sein. Weitere Informationen: IDentIFY-Projektwebsite

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15 September 2020